Outbreak-Historie Sudan
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Acute respiratory syndrome - 22.10.1998
Pneumonie-Ausbruch mit über 100 Toten (bei einer Bevölkerung von 2.000!!!) in vier unzugänglichen Dörfern in Meyon (Süd-Sudan nahe der äthiopischen Grenze) zwischen Juli und September durch unbekannte Erreger.
Erste Ergebnisse weisen auf Pneunomie mit einer haemorrhagischen Komponente hin.

Acute respiratory syndrome - 22.10.1998
Die Erreger des Pneumonie-Ausbruchs waren evtl. Bakterien (Streptokokken). Übertragung und weitere Ursachen sind unklar. Möglicherweise ist die Sterblichkeitsrate so hoch, weil die Bevölkerung nie zuvor dieser Krankheit ausgesetzt war.
Evtl. ist es das "acute hemorrhagic fever syndrome", das in dem Dorf Kashipo, Boma auftrat.

Acute respiratory syndrome - 25.10.1998
Vorgeschlagene Erklärungs-Möglichkeiten aufgrund der Symptome des Ausbruchs in Meyon: Leptospirose (!), Pest, Antrax (Kontakt mit Ziegen) oder Hantavirus, bzw. Nocardiosis, Cryptococcosis, Histoplasmosis, Sporotrichosis, Legionellosis, Pneumokokken-Pneumonie und Streptokokken-Pneumonie.

Acute watery diarrhoea - 01.03.1999
78 Tote. Fallzahlen unbekannt.

Avian Influenza - 24.11.2006
Im Land kommt / kam Vogelgrippe entweder im Nutztierbestand oder unter Wildtieren oder beim Menschen vor.
Aktuellstes finden Sie bei der WHO (http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/en/); bei PROMED
(http://www.promedmail.org/pls/askus/f?p=2400:1000:3304350024734739317:::::), bei der OIE http://www.oie.int/eng/en_index.htm, bei der FAO http://www.fao.org/ag/againfo/subjects/en/health/diseases-cards/avian_update.html und bei http://news.bbc.co.uk/1/hi/in_depth/world/2005/bird_flu/default.stm

Borreliosis, relapsing fever - 06.04.1999
Seit der letzten Märzwoche Ausbruch eines bisher nicht identifizierten haemorrhagischen Fiebers in Rumbek County.

Borreliosis, relapsing fever - 20.04.1999
Weitere Fälle, möglicherweise Borreliosis. Enorm hohe Läuse-Population. Fälle blutiger Diarrhoe als Shigellosis bestätigt.

Borreliosis, relapsing fever - 05.05.1999
Ausbruch verursacht durch B. recurrentis in Gebieten um die Stadt Rumbek im Südwesten seit September mit insgesamt ca. 2.500 Toten, Fallzahlen rückläufig.

Cholera - Jährlich sich saisonal wiederholend
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Cholera - 18.06.1999
Lt. WHO vom 18.6. wird dementiert, dass es sich nachweislich um Cholera handelt (auch die Infektionsgebiete werden aus der "Infected-list" gelöscht), es sollen nur Diarrhoe-Fälle sein. Die Glaubwürdigkeit dieser Information, die auf Auskunft der staatlichen sudanesischen Stellen zurückgeht, steht in Frage, da die diagnostischen Möglichkeiten in der Region sehr schlecht sind. Außerdem sind nach Promed einige Fälle laborbestätigt!
Die Situation: Im März beginnender Ausbruch im mittleren Osten des Landes dauert weiter an, verstärkende Faktoren sind Beginn der Regenzeit und vermehrter Viehtrieb.
Betroffen ist hauptsächlich in Upper-Nil die Jongeiregion, südlich des Sobatflusses: Padak, Mading, Wanding, Lankien, Akobo und Burmat melden 892 Fälle und 24 Tote seit 27. April, wahrscheinlich sind die wirklichen Zahlen viel höher.

Cholera - 26.11.1999
In Arua wurde ein Cholera-Ausbruch gemeldet.

Cholera - 14.08.2006
In den letzten 4 Wochen deutlicher Anstieg von Fällen wässrigen Durchfalls, oft handelt es sich dabei um Cholera-Erreger.
Beginnend Ende Januar bisher ca. 5.000 (andere Quellen sprechen von über 16.200) Fälle (Vibrio cholerae inaba), darunter mind. 165 (476) Todesfälle. Laut dem Gesundheitsminister seit April insgesamt 5953 Fälle wässrigen Durchfalls, darunter 196 Todesfälle.
Über die Hälfte der Fälle in der letzten Zeit in den Staaten Khartoum und North Kordofan.
Ausgehend von Yei und Juba mit zusammen dem Großteil der Fälle sind inzwischen viele Staaten im Süden (Central Equatoria, East Equatoria, Jonglei, Lakes, Upper Nile, Unity und West Equatoria), Norden (Northern Behr el Ghazl, Khartoum, North Kordofan, Red Sea) und die Nord-West-Staaten Western Darfur, Southeast Darfur und South Darfur betroffen.
Die Zahlen bis 24.7. im Einzelnen: N. Kordofan 1383, Khartoum 924, White Nile 675, River Nile 526, South Darfur 440, S. Kordofan 395, Gadarif 250, Kassala 216, Al Gazira 79 und in weiteren Landesteilen 103.
Hauptursache dürfte die für hier zwei Drittel der Bevölkerung mangelnde Trinkwasserversorgung sein.

Cholera - 07.11.2006
In der Hauptstadt Juba wird ein Ausbruch vermutet. Seit Januar starben im Süden des Landes insgesamt mindestens 424 Menschen, weitere 14.000 erkrankten. Offizielle befürchten, dass sich der Ausbruch über die Landesgrenzen hinaus ausbreitet. Betroffen sind die meisten Staaten des Landes, einschließlich Nord- und Süd-Darfur. Der erste Verdachtfall war im Januar in Yei gemeldet worden.

Cholera - 27.01.2009
Aktuelle Meldung:
- Ausbruch in Akon im Norden des Distriktes Gogrial im südlichen Staat Warap (Warrab), bis Ende Januar 2009 starben acht Menschen, mindestens weitere 17 erkrankten.
Zurückliegende Meldungen:
- November 2008: Northern Bahra el-Ghazal: Im Osten des Counties Aweil zahlreiche Erkrankungen, im Gebiet Tiitchok Mareeng starben 25 Menschen. Außerdem weitere 240 Verdachtsfälle innerhalb der letzten Woche bis zum 19. November 2008 und steigende Fallzahlen, insbesondere ebenso im östlichen Aweil sowie in Fariang, Akwem-Nhom und Piu-Chiok.
Erkrankungen wurden zuerst im Norden und Westen von Aweil im Juli 2008 gemeldet, bevor die Krankheit sich auch in den Ort Aweil ausbreitete.
- Im Süden des Landes kam es ganz allgemein in den letzten zwei Jahren zu steigenden Erkrankungszahlen, seit Jahresbeginn bis Ende August 2008 wurden über 9.000 Verdachtsfälle gemeldet in mehreren Ausbrüchen in Juba (Central Equatoria), Magwi, Torit (jeweils Eastern Equatoria) und Aweil (North Bahr al Ghazal). Vor dem Konsum von unbehandeltem Trinkwasser wird gewarnt. Die Erkrankungsgefahr ist hoch unter anderem in der Hauptstadt Juba. Zuletzt wieder hohe Zahlen im Süden, wie etwa in Bahr al-Ghazal, allein am Wochenende des 2. und 3. August 2008 starben 20 Personen, seit Jahresbeginn erkrankten in der Region knapp 6.000 Menschen, mindestens 44 starben.
Mittlerweile hat die Epidemie den Ort Bor erreicht. Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass die Krankheit regelmäßig im Süden ausbricht und sie sich dann nach Norden ausbreitet. Mit einer Erkrankungsgefahr ist daher auch im Norden zu rechnen.
Verdachtsfälle wurden auch in Eastern Equatoria gemeldet, Schnelltests haben unter 53 Verdachtsfällen drei Erkrankungen bestätigt. Ursache ist häufig mangelnder Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- In Yei und den umliegenden Dörfern im Staat Central Equatoria zunehmende Erkrankungszahlen. Seit Jahresbeginn regelmäßig Erkrankungen, derzeit steigende Zahlen vor allem aufgrund des einsetzenden Regens. Im Yei Civil Hospital wurden zwischen 12. März und 5. April 2008 insgesamt 118 Fälle akuter wässriger Diarrhoe registriert.
- Steigende Zahlen an Verdachtsfällen vor allem bei Kindern unter fünf Jahren auch in den südlichen Counties Tambura, Juba und Wau. In der Woche bis zum 4. Januar 2008 wurden üner 200 Erkrankungen gemeldet. In diesen Gebieten kam es bereits früher schon zu Erkrankungen.
- Ausbruch in der Provinz Western Equatoria in Nabanga an der Grenze zu Uganda, ausgehend von einem Lager mit Flüchtlingen aus Uganda. Erste Fallmeldungen bereits im September 2007, unklar ist ob es Todesfälle gab, bestätigt wurden bislang keine.
- Darfur: In North Darfur drei Verdachtsfälle, in West Darfur 168 sowie in South Darfur 54 Verdachtsfälle.
Viele Verdachtsfälle auch in Darfur, vor allem im Westen und Süden.
- Ausbruch im August 2007 in Gedaref im Osten des Landes. 49 Menschen starben, weitere etwa 710 erkrankten. Die Krankheit breitet sich aufgrund der Fluten weiter in der Region aus.
- Bis Mitte April 2007 insgesamt 5.218 Verdachtsfälle im gesamten Land, 140 Menschen starben.
- Andauernder Ausbruch im Staat Upper Nile: Bis zum 8. März 2007 wurden 160 Erkrankungen in Khurfulus sowie 130 Fälle in Malakal, der Hauptstadt des Staates, gemeldet. Insgesamt 16 Menschen starben. Zunächst wurden die meisten Fälle aus dem Süden von Malakal gemeldet, mittlerweile ist mehr der Norden betroffen. Ein Fall wurde außerdem in Shuluk gemeldet, eine weitere Ausbreitung wird befürchtet.
Infektionsgefahr besteht vor allem in den überfüllten Camps.
- 2006 starben bei einem Ausbruch 700 Menschen, 25.000 erkrankten.

Conjunctivitis - 07.08.2008
Zahlreiche Erkrankungen im County Ayod im Staat Jonglei. Untersuchungen ergaben, dass in fast jedem Haushalt mindestens eine Person erkrankt ist.

Dengue-Fieber - 20.11.2005
In Port Sudan wurde bei einigen Erkrankten der Dengue-Virus-Typ 2 und bei einem Dengue-Virus-Typ 1 nachgewiesen.
Der erste Dengue-Ausbruch im Sudan war Mitte der 80-er Jahre.

Diarrhoe - 29.08.2004
Die WHO befürchtet für die Region Darfur einen großen Ausbruch, nachdem die Zahlen für Diarrhoe und Dysenterie in den letzten Zeit angestiegen waren. Es wird auch mit der Möglichkeit eines Cholera-Ausbruchs gerechnet.

Diarrhoe - 16.07.2006
Zwischen 28.1. und 14.6. in acht der 10 Staaten im Südsudan 16.187 Fälle (incl. 476 Tote). Teilweise wurden Cholera-Erreger nachgewiesen.

Dysenterie - 01.08.1999
Gastroenteritis: Über 1.000 Fälle (74 Tote) im Bundesstaat al-Nil (Norden) aufgrund verschmutzten Trinkwassers seit 20.06.. 400 Fälle (23 Tote) im Landesinneren.
Insgesamt 6.000 Gastroenteritis-Fälle landesweit.

Dysenterie - 16.09.1999
Insgesamt einige Hundert Tote durch Dysenterien verschiedenen Ursprungs in vielen Teilen des Sudans seit Beginn der Regenzeit im Juni,
Aktuell über 40 Tote nach Überschwemmungen durch Gastro-Enteritis im zentral gelegenen Staat Al-Gezira, vor allem betroffen ist die Stadt Managil und Umgebung

Dysenterie - 14.09.2004
In den Darfur Camps monatlich ca. 10.000 Tote vor allem durch Dysenterien verschiedenen Ursprungs.
Erhöhtes Risiko immer ab Beginn der Regenzeit. Das Trinkwasser ist im Land aber insgesamt sehr unsicher.

Dysenterie - 16.01.2009
Ausbruch in Rumbek, der Hauptstadt des südlichen Staates Lakes.

Ebola - 24.05.2004
Im Bezirk Yambio nahe der Grenze zur Demokratischen Rep. Kongo in der Provinz Western Equatoria (Garb Al Istiwa Iyah) ca. 20 Erkrankte. Auch Nachbar-Bezirke könnten betroffen sein.

Ebola - 26.05.2004
Im Bezirk Yambio nahe der Grenze zur Demokratischen Rep. Kongo in der Provinz Western Equatoria (Garb Al Istiwa Iyah) ca. 20 Erkrankte, in den letzten Tagen keine Neuerkrankungen. Auch Nachbar-Bezirke könnten betroffen sein. Ursprünglich war ein neuer Ebola-Stamm vermutet worden, was sich nicht bewahrheitete.

Ebola - 07.08.2004
Inzwischen offiziell als kontrolliert geltender Ausbruch: Im Bezirk Yambio nahe der Grenze zur Demokratischen Rep. Kongo in der Provinz Western Equatoria (Garb Al Istiwa Iyah) 17 Erkrankte und sieben Tote. Ursprünglich war ein neuer Ebola-Stamm vermutet worden, was sich aber nicht bewahrheitete.
Bei einigen der ursprünglich als Ebola-Kranke klassifizierten handelte es sich um Masern.

Gelbfieber - 09.05.2003
Ausbruch in Ikoto, einer kleinen Stadt im Bürgerkriegsgebiet im Süd-Sudan, 45 km von der Grenze zu Uganda entfernt. Die Berichte notieren aktuell bis zu 45 Tote, mnd. 175 Erkrankte. Ebola gilt aus Ursache, ist aber bisher noch nicht bestätigt.

Gelbfieber - 11.06.2003
Ausbruch im Gebiet um Imatong und Ikotos (Bürgerkriegsgebiet im Süd-Ost-Sudan im Bezirk Torrit), nahe der Grenze zu Uganda. Die Berichte notieren aktuell 27 Tote, 178 Erkrankte, andere Berichte nennen wesentlich niedrigere Zahlen. Zunächst wurde Ebola bzw. Malaria als Ursache vermutet.
Der letzte bekannte Ausbruch davor war 1998 in der Bahr-el-Gazal Provinz.

Gelbfieber - 15.12.2005
Abflauender Ausbruch in Süd-Kordofan (Kurdufan) im Zentral-Sudan, von Oktober bis Mitte Dezember (seither keine neuen Meldungen) sind ca. 565 erkrankt, davon 143 verstorben.
Die Nuba Mountains in Kordofan sind ein bekanntes Gelbfieber-Endemiegebiet, hier 1940 ein großer Ausbruch mit 1.500 Toten.
Am meisten ist der Osten von Süd-Kordofan betroffen: und zwar die Städte Dilling, Talodi, Rashad und Kadugli, außerdem weniger Abu Gubeiha (Abu Gebeha oder Abujibeha oder Abu Jibeha), Abyei, Lagawa, Habila, Kurtala, Julud, Umbrembita und Alrigul. Meldungen auch aus Kassala und dem Staat Blue Nile und weiteren angrenzenden Staaten.

Gelbfieber - 19.10.2007
Ausbruch nahe Nile (etwa drei Stunden von Khartoum) mit 31 Verdachtsfällen, wovon 28 Personen starben. Laboruntersuchungen dauern noch an, Ergebnisse werden für nächste Woche erwartet.

Hämorrhagisches Fieber - 07.03.2002
Nahe der Grenze zu Congo DRC ein Fall von haemorrhagischem Fieber. Wahrscheinlich ist es Ebola- oder Rift Valley-Fieber. Genaueres ist noch nicht bekannt.

Hepatitis E - 28.09.2004
Zwischen dem 22. Mai und 17. September 6.861 Erkrankte und 87 Tote (am 20. August waren es noch 2.431 bzw. 41) in der Greater Darfur Region, ein Ende des Ausbruchs ist nicht in Sicht. Die meisten Fälle in Morni IDP Camp, West Darfur, weitere in East-, North- und West-Darfur.
Ursache ist fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Keuchhusten - 08.10.2003
Großer Ausbruch im County Kimatong Budi (Equatoria Staat, im Süden des Landes), bis Anfang Oktober waren vor allem in der Orten Chawa, Kimatong, Thurunge und Kali bereits 175 Kinder verstorben, mind. 1.000 (davon allein in der ersten Oktoberwoche über 560) sind erkrankt. Viele Kinder sind zusätzlich an Malaria erkrankt.

Leishmaniasis, visceral - 02.05.2002
Kala Azar ist im westlichen Upper Nile (Wahdah/Unity State) weiter ein großes Problem. Hier waren in den 80er Jahren mehr als 100.000 an der Krankheit verstorben.

Leishmaniasis, visceral - 22.12.2003
Schwerer und anhaltender Ausbruch in den Südost-Staaten Upper Nile und Gadaref. Stark betroffen sind offenbar u.a. die Gebiete Lankien, Malakal und Umm el Kher und aktuell der Staat Latjor (genannt werden u.a. Kechkoun, Nassir und Bimbim), wahrscheinlich aber die meisten der Bürgerkriegsgebiete. Die durch die sehr kleinen Phlebotomus-Mücken ("sandflies") übertragene Leishmaniasis ist im gesamten Sudan endemisch, ein gewisser Anstieg der Erkrankungen ist in dieser Jahreszeit normal. Leishmaniasis ist oft eine Ko-Infektion bei HIV.

Malaria - 26.11.1999
Nach schweren Regenfällen starker Anstieg der Malariafälle in Kordofan (vor allem auch in der Hauptstadt Obayid). Insgesamt für den Ostsudan wird schon von einer Epidemie gesprochen.

Malaria - Jährlich sich saisonal wiederholend
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Malaria - 24.11.2003
In der Stadt Akuem (Aweil East, Provinz Bahr-el-Ghazal) im Südsudan seit Juni wöchentlich 5.000 Neuerkrankungen. Médecins Sans Frontières hat seither über 52.000 behandelt.
Im Juli (ungewöhnlich früh) explodierende Zahlen. Malaria ist in der Region endemisch, in diesem Jahr aber sehr viele Fälle.

Masern - 23.06.2004
Aktuell mehrere Meldungen:
- Im Bezirk Yambio in der Provinz Western Equatoria Ausbruch mit mind. 10 Toten
- Im April Meldungen über Ausbrüche in der Region Darfur (in Nyertiti, Zalinge, Mornay und Kerenik). Impfkampagnen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern.

Masern - 22.08.2008
Mindestens 22 Menschen starben bei einem Ausbruch im Süden des Landes, sowie 80 Personen erkrankten und mussten hospitalisiert werden. Am meisten betroffen ist der County Maiwut im nordöstlichen Staat Upper Nile. Die Todesfälle ereigneten sich in den letzetn vier Tagen bis zum 22. August 2008.

Meningokokken Meningitis - 09.01.1999
3 Städte (im West-Sudan) nach 21 Todesfällen unter Quarantäne gestellt.
126 weitere Fälle in el-Fasher, Kutum und Kebkabiya (ca. 500 Meilen westlich Khartoum).

Meningokokken Meningitis - 12.01.1999
169 Fälle (20 Tote) bei Ausbruch in nördlicher Darfurregion vom 12.12.98 bis 06.01.99 (fünfache Anzahl von 1997). Erreger ist Neisseria meningitidis Serogruppe A. Sudan liegt im sogenannten Meninigitisgürtel.

Meningokokken Meningitis - 22.01.1999
Northern Darfur Region: El Fashir 21 Fälle (4 Tote), Kutum 135 (11); Kabkabiyya 43 (15). Insgesamt bis 20. Januar 199 Fälle (30 Tote).
Große WHO-Impfaktion ist angelaufen.

Meningokokken Meningitis - 23.02.1999
Bisher wenigstens 1000 Fälle (140 Tote). Im Januar in West-Darfur die ersten Fälle, später in Süd-Darfur 600 Meilen westlich von Khartoum.
Sogar Fälle in Zentral-Sudan und Khartoum.

Meningokokken Meningitis - 05.03.1999
Lt. Rotem Kreuz und Halbmond im südlichen Sudan Ausbruch mit ungefähr 2.000 Fällen (600 Toten).
Nach der West Provinz Darfur sind aktuell 26 Provinzen und am schwersten die Provinz Dahr Al Ghazal (incl. der Städte Rumbek, Tonj und Yirol) betroffen. Die Situation verschlimmern die massiven Bevölkerungswanderungen infolge Bürgerkrieg.

Meningokokken Meningitis - 12.03.1999
Der Ausbruch, der im Dezember 1998 in Nord-Darfur begann, breitet sich aktuell in 15 Staaten aus, in einigen südlichen werden epidemische Ausmaße erreicht. Bis zum 9. März 2.293 Fälle (262 Tote).
Die massiven Bevölkerungswanderungen infolge Bürgerkrieg verschlimmern die Situation. Erreger ist Neisseria meningitidis Serogruppe A. Sudan liegt im sogenannten Meninigitisgürtel.

Meningokokken Meningitis - Jährlich sich saisonal wiederholend
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Meningokokken Meningitis - 11.04.2002
Bis 11.2. in diesem Jahr 330 Erkrankte (49 Tote) im Süden des Landes. Im Bezirk Torit wird massiv geimpft. Neisseria meningitidis A.

Meningokokken Meningitis - 14.02.2005
Ausbruch (Neisseria meningitidis Serogruppe A) mit 250 Fällen und 19 Toten bis 7. Februar, 80% der Erkrankten im Staat Blue Nile, der Rest in den Staaten Gadaref und Khartoum. Die Meningitis-Saison beginnt gerade erst.

Meningokokken Meningitis - 12.05.2005
Anhaltender Ausbruch (Serogruppe W135) in Saraf Omra (Kabkabia Locality, North Darfur) und anderen Camps in Darfur mit acht Toten und über 110 Erkrankten. Massenimpfungen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern.
Anfang des Jahres Meldungen aus den Staaten Gadaref und Blue Nile an der Grenze zu Äthiopien: zwischen 22. Januar und 2. Februar 169 Fälle, 23 Tote.

Meningokokken Meningitis - 02.05.2006
Anhaltend Erkrankungen. Zurückliegende Meldungen: Bei einem Ausbruch (Serotyp W 135 und weniger A) seit Anfang Januar bis Anfang Februar mind. 136 Erkrankte, 15 Tote in Guli in Blue Nile State und Wad el Heleu in Kassala State. Erkrankte auch in den Staaten Khartoum, Sennar, West Darfur und Gederef.
Die UNICEF spricht sogar von 1.000 Fällen allein in der Stadt Yei im Südsudan.

Meningokokken Meningitis - 21.11.2006
Zwischen 1. September und 8. November des Jahres 231 Verdachtsfälle (Neisseria meningitidis Serogruppe A wurde bei einigen nachgewiesen) und 16 Todesfälle in Greater Yei County im Süd-Staat Central Equatorial.

Meningokokken Meningitis - 24.01.2007
Ausbruch in den Staaten Central Equatoria und Warap im Süden des Landes, 211 Menschen erkrankten, 17 starben.

Meningokokken Meningitis - 31.01.2007
Aktuell 666 Verachtsfälle einschließlich 70 Todesfällen in 7 der 10 Staaten im Süden Sudans. Einige dieser Fälle wurde bereits im Oktober 2006 gemeldet.
Ein Woche zuvor wurde konkret ein Ausbruch in den Staaten Central Equatoria und Warap mit 211 Erkrankungen und 17 Todesfällen gemeldet.

Meningokokken Meningitis - 07.02.2007
Seit Ende 2006 Epidemie im gesamten Land, es starben 76 Menschen, etwa 780 erkrankten. Betroffen sind folgende 8 der insgesamt 10 Staaten: central, western und eastern Equatoria, Lakes, western und northern Bahr el-Ghazal, Jonglei sowie Warrap.

Meningokokken Meningitis - 21.02.2007
Seit Ende 2006 Epidemie im gesamten Land, bis zum 15. Februar insgesamt 1.129 Verdachtsfälle, 76 Menschen starben. Pro Tag etwa 30 Neuerkrankungen. Betroffen sind folgende 8 der insgesamt 10 Staaten: Central, Western und Eastern Equatoria, Lakes, Western und Northern Bahr el-Ghazal, Jonglei sowie Warrap.

Meningokokken Meningitis - 01.03.2007
Seit Ende 2006 Epidemie im gesamten Land, bis Ende Februar 2007 seit Beginn des Jahres über 2.200 Verdachtsfälle (davon 165 Fälle in der Hauptstadt Juba), 174 Menschen starben. Massenimpfungen sollen durchgeführt werden.
Betroffen sind folgende 8 der insgesamt 10 Staaten: Central, Western und Eastern Equatoria, Lakes, Western und Northern Bahr el-Ghazal, Jonglei sowie Warrap.
Im Jahr 2006 waren nur 4 Staaten betroffen, insgesamt wurden im gesamten Jahr weniger als 5.000 Fälle gemeldet.

Meningokokken Meningitis - 29.02.2008
Aktuelle Meldungen:
- Im Süden des Landes derzeit mehrere Verdachtsfälle, unter anderem in den Counties Awerial, Bor, Jur River und Torit, Untersuchungen werden durchgeführt.
Meldung von Mai 2007:
- Seit Ende 2006 Epidemie im gesamten Land. Seit Beginn des Jahres 2007 wurden bis zum 08. April 2007 im Süden des Landes insgesamt 11.786 Erkrankungen (davon mehrere Hundert in der Hauptstadt Juba) gemeldet, 704 Menschen starben. Im Norden des Landes wurden seit Beginn des Jahres bis zur ertsen Maiwoche 2007 insgesamt 1.405 Erkrankungen und mindestens 80 Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind 46 Counties in 16 Staaten des Landes betroffen (u.a.: Central, Western, Eastern Equatoria, Lakes, Western, und Northern Bahr el-Ghazal, Jonglei und Warrap states). Mitte März waren die derzeit am stärksten betroffenen Counties Aweil West, Juba, Mundri East, Rumbek, Tonj South, Wulu und Yirol. Innerhalb von 1 Woche zwischen 4. und 11. März 2007 wurden insgesamt 1.541 Verdachtsfälle einschließlich 81 Todesfällen gemeldet.
Massenimpfungen werden durchgeführt, um eine weitere Verbreitung zu verhindern.
Im Jahr 2006 waren nur 4 Staaten betroffen, insgesamt wurden im gesamten Jahr weniger als 5.000 Fälle gemeldet.

Monkeypox - 21.03.2006
Zwischen 27. Oktober und 18. November 2006 insgesamt 18 Verdachtsfälle, bisher 1 bestätigter Fall in Bentiu, Unity State, Sudan.

Polio - 25.07.2001
Ausbruch im Südsudan (Ruweng County, Western Upper Nile/Unity (Wahdah) State). Bei einem Kind aus der Ortschaft Akot-weng im Gul Dit Payam District konnte erstmals seit 1998 wieder das Virus nachgewiesen werden, weitere leiden bereits seit April an Lähmungserscheinungen. Da nur einer von 200 Virusträgern Lähmungserscheinungen aufweist, ist zu befürchten, dass das zudem auch noch hochinfektiöse P1-Typ-Virus im Südsudan zirkuliert.
Im Nordsudan waren 2000 vier Polio-Fälle mit Lähmungen berichtet worden.

Polio - 04.01.2006
Ausbruch (seit Juli keine Neuerkrankungen mehr) mit über 130 Erkrankten mit Lähmungen in 17 der 26 Staaten des Landes, u.a. in Darfur, der Hafenstadt Port Sudan und der Hauptstadt Khartoum. Wahrscheinlich sind über 10.000 infiziert. Lt. Analyse der Virustypen sind die Erreger teilweise aus Nigeria importiert.
Polio war eigentlich im Land nicht mehr endemisch, davor ab April 2001 keine Erkrankung mehr.

Polio - 21.04.2009
Offizielle Warnungen vor einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Zuletzt zwei Fälle in Khartoum und Port Sudan (beides im Norden des Landes). 2009 bis 15. März 25 Erkrankte.
2008 insgesamt 26 Erkrankungen, u.a. in der Grenzregion Süd-Sudan und West-Äthiopien, sowie in West Darfur.

Rift Valley fever - 22.01.2008
Ausbruch in den insgesamt sechs Staaten Gazeera, Kassala, Khartoum, River Nile, Sinnar und White Nile. Zunächst extrem steigenden, mittlerweile zurückgegangene Zahlen. Bis zum 15. Januar 2008 wurden 698 Erkrankungen gemeldet, wovon 222 starben. Die meisten Erkrankungen waren in Gazeera. Seit 5. Januar 2008 wurden allerdings keine Neuerkrankungen mehr gemeldet. Hauptsächlich betroffen waren junge männliche Erwachsene. Maßnahmen zur Untersuchung und Eindämmung des Ausbruchs werden nach wie vor durchgeführt.
Außerdem gab es Meldungen über bestätigte Erkrankungen bei Tieren. Dennoch wurde Moslems von ihren Klerikern erlaubt, bei Feierlichkeiten potentiell infizierte Tiere zu opfern.

Shigellosis - 14.07.2004
Ausbruch in North Darfur, in einem Flüchtlingslager in Abu Shoak seit Mitte Mai, Stand Ende Juni sind 1.340 Fälle (Shigella dysenteriae Type 1) bekannt.

Tollwut - 14.09.2000
Ausbruch im westlichen Sudan (Staaten Süd Darfur an der Grenze zum Tschad und Nord Kordufan an der Genze zu Lybien) bewegt sich Richtung Khartoum, der Hauptstadt. Bisher 10 Tote (1 in Hassahisa, 150 km südlich von Khartoum, 2 in el Obied, der Hauptstadt des nördlichen Kordufan Staates, 7 in Niyala). In Niyala sind 262 Patienten wegen Tollwut hospitalisiert.

Trypanosomiasis, African - Jährlich sich saisonal wiederholend
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Trypanosomiasis, African - 10.10.2001
Alarmierende Erkrankungszahlen, inzwischen werden sogar die Werte des schlimmsten Jahres 1930 wieder erreicht. Viele Erkrankungen im Südsudan.

Trypanosomiasis, African - 08.10.2004
Die WHO führt aktuell eine 'emergency action' in den Distrikten Tambura und Ezo durch. Die Hauptendemie-Gebiete liegen entlang der Grenzen zur DR-Congo, der Zentralafrikanischen Republik und Uganda.
Schon seit längerem alarmierende Erkrankungszahlen, inzwischen werden sogar die Werte des schlimmsten Jahres 1930 wieder erreicht. Viele Erkrankungen im Südsudan.

Überschwemmungen - 19.09.2001
Überschwemmungen im Nordosten und Osten, am meisten betroffen sind die Staaten Nile River, Kassala, Southern Darfur und Sinnar. Massiver Anstieg der Erkrankten durch Malaria, Pneumonien und Diarrhoe. Auch bei anderen "waterborne diseases" ist ein Anstieg zu erwarten.

Überschwemmungen - 11.08.2003
In der Provinz Kassala an der Grenze zu Eritrea steigt nach Überschwemmungen die Cholera- und Malaria-Gefahr. Die Wasserversorgung funktioniert nicht mehr und angeblich sollen bereits 15% der Bevölkerung an Cholera leiden.

Unbekannte Erkrankung - . .
Unbekannte Erkrankung der Atemwege mit 11 Toten im Zentral-Sudan. Letzte Oktober-Woche 500 Krankenhaus-Patienten. Ursache ist vermutlich die jährliche Heuschreckenplage

Unbekannte Erkrankung - 03.03.1999
Seit Dezember letzten Jahres im Südsudan (See-Provinz und Yirol County) Ausbreitung einer mysteriösen und scheinbar sehr ansteckenden Krankheit (Cholera wird als Ursache diskutiert), die allein im Januar 580 Todesopfer forderte.
Am meisten betroffen scheinen Rumbek, Cuibet, Tonj, Thiet, Yirol, Agangrial und Wulu zu sein.

Unbekannte Erkrankung - 26.03.1999
Am Oberlauf des Nils im Südsudan Ausbruch (1.796 Fälle, 141 Tote) einer bisher nicht identifizierten Krankheit. Auch Rinder und Hühner betroffen.
Die Stadt Malakal (Provinz A'ali an Nil), wurde am Sonntag wegen der hohen Anzahl von Fällen unter Quarantäne gestellt, ist inzwischen aber wieder erreichbar. Symptome sind Übelkeit und vor allem Diarrhoe.

Unbekannte Erkrankung - 05.04.1999
Nach dem Ausbruch in der See-Provinz und dem Yirol County jetzt auch am Oberlauf des Nils im Südsudan Ausbruch (1.796 Fälle, 141 Tote) einer bisher nicht identifizierten Krankheit. Betroffen sind jetzt 4 der 8 Provinzen in Upper Nil (Tonga, Paliet, Mallout und Fashoda). Der Ausbruch scheint rückläufig zu sein, insgesamt im März 2.746 Fälle (213 Tote). Anhand der Symptome (Übelkeit und vor allem Diarrhoe) wird Cholera als Ursache diskutiert.
Die Stadt Malakal (Provinz A'ali an Nil), wurde am Sonntag wegen der hohen Fallzahlen unter Quarantäne gestellt, ist inzwischen aber wieder erreichbar.

Unbekannte Erkrankung - 10.04.1999
1.) 2456 Tote bis Februar 1999 in der Provinz Bahr-el-Ghazal (westliche Gebiete im Süden) seit September 1998, Symptome sind Fieber, blutiger Durchfall, Petechien, teilweise sogar Meningitis.
Möglicherweise handelt es sich um Borreliose.
2.) unbekanntes haemorrhagisches Fieber im County Rumbek, Fallzahlen unbekannt.

Unbekannte Erkrankung - 18.08.1999
In den südsudanesischen Städten Lanya und Kaya an der Grenze zu Uganda Opfer (keine Todesfälle) durch Vergiftungen. Grund ist wahrscheinlich chemische Kriegführung im Rahmen des Bürgerkriegs.

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