Outbreak-Historie Türkei Meldungen der letzten zehn Tage fehlen. Lassen Sie sich in einer unserer Partner-Apotheken beraten, dort stehen auch diese Meldungen
zur Verfügung.
Abdominal-Typhus - 13.03.2007 Im Dorf Bascatak des
Distrikts Malazgirt in der Provinz Mus sind mindestens 70 Einwohner erkrankt (400 wurden untersucht), darunter auch 4 Lehrer und 16 Schüler. Ursache ist vermutlich kontaminiertes Trinkwasser.
Avian Influenza - 01.07.2005 Zurückliegende Meldungen (Anfang Dezember wurde die Region für Vogelgrippe-frei erklärt):
Stand Ende Oktober: Erstmals Fälle des auch für den Menschen gefährlichen Virus H5N1 im Geflügelbestand Anatoliens, betroffen war eine Farm zwischen Kiziksa und Salur (Bezirk Manyas in der Provinz Balikesir im Nordwesten der Region Marmara) und evtl. die
gesamte Manyas Region.
Entwarnung bei den zunächst vermuteten menschlichen Erkrankten: H5N1 konnte als Ursache sicher ausgeschlossen werden.
Brucellose - 18.10.2005 Eine tschechische Touristin ist nach einem Aufenthalt in Istanbul erkrankt. Als Ursache wird der Genuss von unpasteurisierter Milch oder Schafskäse vermutet.
Cholera - 14.10.2005 Nach einer unorganisierten Rund-Reise in der West-Türkei wurde bei zwei belgischen Touristen im September Cholera (V. cholerae O1 biotype El Tor, serotype Inaba) diagnostiziert, weitere
Verdachtsfälle. Offenbar herrscht ein begrenztes Risiko.
Zuletzt hat die Türkei 1977 offiziell Cholera-Erkrankungen eingeräumt.
Crimean-Congo hemorrhagic fever - 15.10.2004 Erstmaliger Nachweis von CCHF im Land: 2002 und 2003 insgesamt 19 bestätigte Fälle im Nordosten des Landes, 12 davon aus Gumushane, der Rest aus Giresun (4),
Artvin (2) und Trabzon (1).
Diarrhoe - 21.05.2008 In der Woche zwischen dem 12. und 18, Mai 2008 wurden in der zentralen anatolischen Stadt Aksaray (erster Fall am 13. Mai) sowie in der Stadt Sereflikochisar (dort erster Fall am 16. Mai)
über 4.000 Erkrankungen gemeldet. Untersuchungen haben mittlerweile ergeben, dass die Ursache kontaminiertes Wasser war. Ebenso etwa 400 Erkrankungen in Konya.
E. Coli (EHEC) - 18.08.2007 Sieben von 15 Rückkehrern nach Schottland erkrankten zwischen Mitte Juli und Anfang August 2007, nachdem sie sich in Marmaris, Icmeler oder Turunc in der Provinz Mugla im Südwesten der
Türkei aufhielten, und zwar in Perili, Dalaman, Alanya, und Gumbet. Außerdem zwei Erkrankungen sowie ein weiterer Verdachtsfall in Fife.
FSME (Tick-borne encephalitis) - 27.06.2008 Bislang keine laborbestätigten Erkrankungen.
Gastroenteritis - 21.11.1998 In einem Hotel in Marmaris
138 Touristen erkrankt (100 akute Gastroenteritisfälle). Ursache wahrscheinlich die Hotel-Trinkwasserversorgung.
Hämorrhagisches Fieber (Crimean-Congo) - 29.07.2005 41 Erkrankte in den Städten Cekerek und Kadisehir in der Provinz Yozgat (Zentral-Türkei), ein Toter.
Ob es sich um den üblichen Übertragungsweg Zeckenstiche oder um die auch vorkommenden Bluttransfusionen oder Blutkontakt im Zusammenhang mit Schlachten von infizierten Tieren handelt, ist noch nicht bekannt.
Hämorrhagisches Fieber (Crimean-Congo) - 20.07.2006 Ausbruch im gesamten Land mit bis zum 9. Juni 2007 insgesamt 133 Erkrankungen und ca. 10 Todesfällen (der letzte nach einem Zeckenstich in der Provinz Karabuk am
Schwarzen Meer).
Am meisten betroffen waren die Provinzen im Kelkit-Tal (Nordost-Türkei) Tokat, Sivas, Gumushane, Amasya, Yozgat und Corum. Keine Fälle in den Touristengebieten am Mittel-Meer.
Die Zahlen zwischen Januar und Mai 2007 waren 13 Prozent höher als im Vergleichszeitraum 2006 (im gesamten Jahr 2006 erkrankten 438 Personen, 27 davon starben).
Hintergrund:
Seit 2003 jetzt insgesamt 44 Tote, die meisten in den Zentral-Anatolischen Provinzen.
Der erste bekannte Ausbruch des Landes war im Jahr 2002. Mittlerweile vermutlich höheres Risiko aufgrund des in den letzten Jahren wärmer gewordenen Klimas und der damit gestiegenen Zeckenpopulation. Größtes Zeckenvorkommen mit mehr als 90 Prozent aller
gemeldeten Fälle in den Regionen am Schwarzen Meer und in Zentral-Anatolien, gefunden wurde das Virus hauptsächlich in den Provinzen Sivas, Tokat, Gumushane, Bayburt, Amasya, Cankin, Corum, Yozgat, Samsun, Karabuk und Kastamonu. Innerhalb der letzten fünf
Jahre starben in der Türkei 94 Personen. 717 Personen erkrankten insgesamt im Jahr 2007.
Hämorrhagisches Fieber (Crimean-Congo) - 16.06.2008 Einzelmeldungen nach Provinzen:
- In der zentralanatolischen Provinz Yozgat starb eine Frau, sie lebte im Dorf Bayindirhoyuk in Cekerek. Weitere 500 Personen beklagten Zeckenstiche.
- Istanbul: am WE des 24./25. Mai 2008 mehr als 1.200 Zeckenstiche, davon wurde allerdings keine Erkrankung laborbestätigt.
- In der zentralanatolischen Provinz Sivas starb am 8. Mai 2008 eine Frau. Daraufhin suchten vor allem in Istanbul nach Zeckenstichen am Wochenende des 17./18. Mai 2008 über 500 Personen diverse Krankenhäuser auf. Desweiteren erkrankten zwischen dem 8.
und 10. Mai 2008 in der Stadt Sivas weitere zehn Kinder und mussten hospitalisiert werden.
- In der Provinz Samsun starben drei Personen, sowie wurden vier weitere Verdachtsfälle gemeldet. Zuletzt starb am 4. Juni 2008 ein Mann, der im Dorf des Distrikts Asarcik lebte.
- Ein Mann starb nach einem Zeckenstich im Dorf Kirecoca der Provinz Corum.
Hämorrhagisches Fieber (Crimean-Congo) - 25.11.2008 Einzel-Meldungen:
- Zuletzt starb ein Bauer aus der nördlichen Provinz Tokat, er wurde von einer Zecke gestochen, als er auf einem Feld in einem Dorf arbeitete.
- Bei einer davor erkrankten Krankenschwester könnte es sich um den ersten dokumentierten Fall einer Übertragung von Mensch zu Mensch handeln. Die Betroffene arbeitete in einem Krankenhaus in der westlichen Provinz Bolu (nördlich von
Ankara).
Hämorrhagisches Fieber (Crimean-Congo) - 14.09.2009 Aktuelle Meldungen:
Hohe Erkrankungsgefahr, seit Jahresbeginn bis zum 31. August 2009 starben landesweit 61 Personen, mit weiteren Todesfällen ist zu rechnen, insgesamt 274 Erkrankungen wurden gemeldet (1.298 im Vergleichszeitraum des Vorjahres). Es besteht in 15 Provinzen
(1.200 Dörfern) ein Erkrankungsrisiko, weitere zahlreiche Erkrankungen wurden gemeldet.
Etwas zurückliegend: Von 741 getesteten Personen wurde das Virus bei 38 Personen bestätigt.
Außerdem wurde in der Balkan-Region ein Stamm ähnlich dem AP92-Virus gefunden.
Einzelmeldungen:
- Am 22. Mai 2009 starben zwei Personen im zentralen Anatolien, nachdem sie von einer Zecke gestochen wurden: ein Mann aus dem Distrikt Zile der Provinz Tokat starb sowie eine Frau aus einem Dorf der Provinz Yozgat. Die Fälle wurden noch nicht
laborbestätigt.
- Am 10. Mai 2009 starben zwei Personen in der Provinz Samsun.
Hintergrund:
- Steigender Trend mit seit 2002 stetig zunehmenden Erkrankungszahlen, seitdem insgesamt etwa 3.000 Fälle, ca. 150 Menschen starben.
- 2008 wurden bis Mai insgesamt 1.315 bestätigte Erkrankungen gemeldet (63 Todesfälle). Davor vom ersten Fall am 24. März bis zum 30. Juni 2008 688 Fälle (41 Tote), davon vier im März, 57 im April, 282 im Mai und 345 im Juni 2008. Zuletzt Todesfälle in
Cankiri sowie aus Bursa, Canakkale, Ayvacik und Samsun.
- Überwiegend betroffen ist Zentral- und Ost-Anatolien (91 Prozent), sporadische Fälle (neun Prozent) aus den südöstlichen und westlichen Teilen des Landes. Betroffen sind die Provinzen/Städte Samsun, Amasya, Tokat, Sivas, Yozgat, Corum, Karabuk und
Erzurum. - Saison ist immer Mai bis Oktober mit Peak im Juni.
Hämorrhagisches Fieber (with renal syndrome) - 21.05.2009 Mitterweile Bestätigung des Ausbruchs am Schwarzen Meer: zwischen Januar und März 2009 wurden in den Distrikten Bartin und Zonguldak insgesamt zwölf Erkrankungen
laborbestätigt. Es handelt sich um die ersten bekannten Erkrankungen im Land.
Hepatitis A - 02.12.2005 Aus einer Reisegruppe, die sich im September in einem Ressort in der Nähe von Antalya aufgehalten hatte sind einige erkrankt.
Die Hälfte aller Kinder bis zu 10 Jahren in der Türkei hat bereits einmal eine Hepatitis A gehabt, dies deutet auf eine hohe Durchseuchung hin. Bei Kindern verläuft die HA teilweise unbemerkt, sie sind also infektiös ohne dass es nach außen den Anschein
hat.
Lebensmittelvergiftung - 13.10.1999 Im Erdbebengebiet
am östlichen Marmarameer erlitten 200 Personen Fischvergiftungen durch frisch gefangene Sardellen. Die Ursache ist noch nicht bekannt, ein Fisch-Verkaufsverbot besteht bereits.
Malaria - Jährlich sich saisonal wiederholend Diese Hintergrund-Information ist nicht offen zugänglich, Sie erhalten Sie in unseren Partner-Apotheken.
Masern - 11.12.2005 Die Durchimpfungsrate im Land liegt bei unter 85% (die WHO empfiehlt mind. 95%), dadurch sind jederzeit Ausbrüche möglich.
Milzbrand - 09.07.2005 Ausbruch in der Südost-Provinz Bingol im Ort Cukurca mit ca. 50 Erkrankten. Alle hatten kontaminiertes Schaf- bzw. Ziegenfleisch gegessen.
In der Türkei relativ hohes Risiko mit jährlich über 300 menschlichen Fällen.
Polio - 24.09.1999 Ein Übergreifen der
Polio-Fälle aus dem Irak seit dem Mai 1999 wird befürchtet.
Salmonella paratyphi B - 10.09.1999 Seit Mitte Juli
bereits über 200 Fälle bei zurückkehrenden europäischen Touristen, alle hielten sich in der Gegend um Alanya auf. Die Infektionsquelle ist noch nicht bekannt, die Wasserversorgung in Alanya scheint sie nicht zu sein.
Salmonella paratyphi B - 16.09.1999 Seit Mitte Juli
jetzt schon 273 Fälle bei zurückkehrenden europäischen Touristen, alle hielten sich in der Gegend um Alanya auf. Die Infektionsquelle ist noch nicht bekannt, die Wasserversorgung in Alanya scheint es nicht zu sein. Die Zahl der Infektionen scheint zurück
zu gehen.
Salmonellosis - 11.09.2008 Mehrere hundert nach einem Aufenthalt im Hotel-Kompley Holiday Village Turkey im Resort Sarigerme erkrankte britische Touristen erinnern an das Risiko für Reisende. Es wurde erwartet,
dass die Zahlen noch bis zu 1.000 steigen werden. In der letzten Woche allerdings Rückgang auf 36 Neuerkrankungen.
Tollwut - 02.01.2000 Nach dem Tod eines 10-jährigen Mädchens wird in Istanbul vor einer weiteren Zunahme gewarnt. Im letzten Jahr sind über 19.000 Personen von Hunden gebissen worden, 3 starben an Tollwut.
In den letzten Monaten wurden über 60 Bezirke der Stadt unter Quarantäne gestellt, insgesamt werden über 100.000 streunende Hunde gezählt
Tollwut - 11.01.2000 Seit 1988 massive prozentuale Zunahme der
Tollwutinzidenz in Istanbul im Vergleich zu ländlichen Gebieten (1988 meldete Istanbul nur 10% der landesweiten Fälle, 1999 95%).
Tollwut - 10.04.2002 Mehrere nach Deutschland in den
letzen Jahren mitgebrachte Hunde hatten Tollwut. Dies erinnert daran, dass in den letzten Jahren hier die Hundetollwut stark zugenommen hat.
Trichinellosis - 19.01.2004 Ein Ausbruch unter Moslems in Izmir, wobei der Metzger statt Kalb Schweinefleisch zur Zubereitung einer ungekochten Spezialität (cig kofte) verwendet hatte,
zeigt, wie wichtig es ist, ausschließlich durchgegartes Fleisch zu sich zu nehmen.
Tularämie - 26.05.2005 Seit Februar Fälle in der Provinz Edirne (u.a. in Demirkoy), dies ist der erste Ausbruch im europäischen Teil der Türkei seit 60 Jahren.
Unbekannte Erkrankung - 05.06.2002 Nach vier Toten durch eine bisher nicht identifizierte Erkrankung wächst in der Nordprovinz Tokat die Angst. Weitere vier sind im Krankenhaus.