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Wichtige Hinweise |
Höhenanpassung
Zum Thema Höhenanpassung können wir Ihnen umfangreiche Informationen geben. Fragen Sie uns bitte.
Wasserhaushalt
Die Anpassung des Organismus an den verminderten Sauerstoffpartialdruck im Gebirge
macht sich durch beschleunigte Atmung bemerkbar, wobei die Lunge verstärkt
Kohlensäure ausscheidet. Zum optimalen Gasaustausch muss die eingeatmete
Luft wassergesättigt sein. In großen Höhen ist sie aber wesentlich
trockener. So ist es zu erklären, dass allein durch die Atmung
6 l und mehr Wasser verloren gehen. Hinzu kommen Schweißverluste
beim Bergsteigen, und es kann schnell zu einer erheblicher Beeinträchtigung
des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes kommen.
Leichte Ermüdbarkeit, Leistungsabfall, Unkonzentriertheit bis hin zu Muskelverhärtungen
und -krämpfen sind die Folgen. Ein frühzeitiger und laufender
Ausgleich der Verluste ist dringend anzuraten, z.B. durch Mineraldrinks
oder Mineralsalztabletten mit hohen Kalium-, Magnesium- und Phosphatgehalt.
Außerdem kommt es zu einer Verdickung des Blutes, wodurch die kleineren
Blutgefäße nicht mehr optimal versorgt werden können und das
Risiko von Erfrierungen zunimmt. Eine Kontrolle über den Wasserhaushalt
bieten Menge und Farbe des Urins, sie sollte 1 l betragen und hellgelb sein.
Kälteschutz
Um Kälteschäden vorzubeugen, ist auf richtige Kleidung und Ausrüstung zu achten, z.B. atmungsaktive Unterwäsche und
wasserabweisende Oberbekleidung. Auch möglichst viele Kleidungsstücke übereinander getragen und Aluminiumfolie (mit der glänzenden Seite zum Körper) als Unterlage bei Lagerung bieten weiteren Schutz vor Kälte.
Gefährlicher als örtliche Erfrierungen ist die allgemeine Unterkühlung. Als Erste Hilfe bei Unterkühlung sind Massagen ungeeignet, da es hierbei zu einer lebensbedrohlichen Vermischung warmen Kernbluts mit dem kühleren
Blut der Gliedmaßen kommt. Richtig ist die Behandlung mit vorgewärmten Decken oder fremder Körperwärme.
Erste Hilfe bei Erfrierungen z.B. der Hand kann im Aufwärmen im warmen Bereich der Achselhöhle und in der
Gabe heißer Getränke bestehen. Leichte Massagen und Gymnastik kommen nur dann in Frage, wenn nicht gleichzeitig Unterkühlung vorliegt. Ganz falsch ist Einreiben mit Schnee. Außerdem: Erfrorene Stellen nicht in den Mund nehmen
(Verdunstungskälte durch Feuchtigkeit) und nicht rauchen (Gefäßverengung). Sowohl bei Unterkühlung als auch Erfrierungen ist ein möglichst rascher passiver Abtransport notwendig.
UV-Schutz
Bei der Wahl des Sonnenschutzes ist auf den richtigen, den extremen Bedingungen angepassten Lichtschutzfaktor zu achten. Sonnenbrillen sollten auch seitlich abschirmen und
sowohl UVA als auch UVB ausfiltern.
Zähne
Da in der Höhe bei Abnahme des Luftdrucks vorhandene Entzündungsherde wesentlich stärkere
Schmerzen bereiten, sollten unbedingt vor Bergtouren die Zähne kontrolliert werden.
Blasen - Wundlaufen
Durch ungewöhnlich lange
Trekkingmärsche - unterstützt noch durch feuchtwarmes Klima - kann es sogar bei eingegangenen Schuhen zur Blasenbildung und damit zu erheblicher Behinderung kommen. Zur Vermeidung empfiehlt es sich, die Füße vor und
während der Tour nicht so oft und nicht mit Seife zu waschen, da diese Behandlung zu einem Aufweichen der Haut führt. Lieber mit einem Fluid einreiben. Ferner sollten bekannt empfindliche Stellen schon vorher mit Moleskin-Schutzpflaster
abgedeckt werden.
Hat sich eine Blase gebildet, ist wie folgt zu verfahren: Kleine Blasen möglichst nicht öffnen, sondern mit Mull oder Compeed-Pflastern vor weiterem Druck schützen. Große und prall gefüllte Blasen mit
einer ausgeglühten Nadel durch ein seitlich angebrachtes kleines Loch öffnen und mit sterilen Mullkompressen leicht ausdrücken, sterilen, gut gepolsterten Verband anlegen.
Aufgebrochene Blasen: Mit einer desinfizierten Nagelschere
Reste der Blasendecke vorsichtig und vollständig entfernen. Wunde mit antibiotischem Puder, z.B. Tyrosur, und gepolstertem Verband versehen.
Aufpassen auf die
Gelenke!
Bergaufgehen ist für die Gelenke wesentlich besser als bergab. Wer nur
oder sehr viel bergab läuft, wird dies eines Tages in seinen Gelenken spüren.
Arthrosegeschädigte Bergsteiger sollten daher die Bergbahn nur zur Rückfahrt,
nicht zur Gipfelfahrt benutzen. Der Kreislauftrainingseffekt wird hierdurch
nicht gemindert. Lässt sich ein längerer Abstieg nicht vermeiden,
verschafft man den Beinen mit modernen Teleskopstöcken bis zu 10 kg Entlastung.
Krankheiten und Bergtouren
Bei chronischen Erkrankungen und beim geringsten Zweifel sollte ein Arzt vor
der Abreise konsultiert werden. Allzu große Anstrengungen müssen
vermieden werden. Besonders in höheren Lagen besteht die Gefahr von Kreislaufkollaps
und Höhenkrankheit.
Rettungsdecke, Compeed-Pflaster, Kreislauftropfen, Magentropfen (für Probleme nach dem Genuss von Quellwasser, Stärkungs-Riegel, Ohrenstöpsel gegen "Hüttenschnarcher", Mineralgetränk. |