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Gelbfieber |
Eine Gelbfieber-Epidemie verläuft außerordentlich schnell und fordert viele Todesopfer
Je länger eine Epidemie in einem Land zurückliegt, desto wahrscheinlicher ist ein erneuter Ausbruch, weil die Durchimpfungsrate zurückgeht
Wie bei vielen Viruskrankheiten haben wir keine Medikamente zur Heilung!Also sollte man in keines der Länder umgeimpft fahren, in denen Gelbfieber
endemisch (also jederzeit wieder auftreten kann) ist. Dies sind die Länder im
tropischen Afrika (10. südlicher bis 15. nördlicher Breitengrad) und im tropischen
Mittel- und Südamerika (40.südlicher bis 20. nördlicher Breitengrad).
Im tropischen Asien kommt Gelbfieber nicht vor, obwohl dort dieselben Überträger-Mücken
vorkommen.
Viele Länder schützen sich verständlicherweise durch Impf-Vorschriften bei der
Einreise vor der Einschleppung der gefährlichen Krankheit.
Impfung
Die ausgezeichnet verträgliche Gelbfieber-Impfung (ab dem 7. Lebensmonat in
Deutschland zugelassen) entwickelt eine hohe Schutzrate und schützt sicher 10
Jahre, wahrscheinlich aber lebenslang. Sie darf nur von bestimmten staatlich
anerkannten Stellen vorgenommen werden.
Dort wird auch die internationale Gelbfieber-Impfbescheinigung ausgestellt,
wenn das Reiseland eine entsprechende Einreisevorschrift hat. Vorsicht bei Hühnereiweißallergie
Krankheitsverlauf
Gelbfieber beginnt etwa 3-6 Tage nach dem Moskito-Stich mit sehr plötzlichem
Fieber-Anstieg auf fast 40°C. Manchmal kommen Erbrechen, Bauch- und Kopfschmerzen
dazu.
Nach etwa 1 Woche Fieber (manchmal zweigipflig) kommt es oft zu einer dramatischen
Entwicklung:
Leberkoma mit Ikterus (Gelbsucht - daher der Name "Gelbfieber"), Niereninsuffizienz
(Albuminurie) und massiver hämorrhagischer Diathese (Blutungen im Körper und
aus allen Körperöffnungen). Bis zu 50% aller schwer Erkrankten sterben!
Auch zentralnervöse Symptome (zerebrale Krampfanfälle, Verwirrtheit) können
vorkommen.
Vorsorge neben der Impfung
Bestmöglicher Schutz vor Mückenstichen auch tagsüber.
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