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Wichtige Hinweise |
Folgen der Höhenkrankheit
Die unten beschriebenen "ersten Anzeichen" sind allesamt Vorboten
der "gefährlichen" Höhenkrankheit, die unbehandelt zum Tode führt.
Komplikationen sind Lungenödeme, Gehirnschwellungen, Thrombosen, Kälteschäden.
Der Tod tritt sehr oft aufgrund eines Lungen- oder Hirnödems, manchmal auch
einer Überlastung des Herzens durch "dickflüssiges" Blut ein. Bereits
bei leichter Höhenkrankheit kann es aufgrund des Krankheitsbilds im Gehirn zu
kurzen "Black-Outs" kommen. Die Folgen sind Unfälle, die je nach Schwierigkeitsgrad
des Geländes auch sehr schwer sein können.
Woran kann man sie erkennen?
"Erste Anzeichen" sind das gemeinsame Vorkommen mehrerer der
folgenden Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Schwindel, schneller
Puls, Husten und Atemnot, Kopfschmerz, Gesichts- oder Unterschenkel-Ödeme, Appetit-
und Schlaflosigkeit bei gleichzeitigem Leistungsabfall. Auch psychisch auffälliges
Verhalten kann vorkommen. Viele der Symptome werden mit Überanstrengung verwechselt.
Zeigen sich diese "ersten Krankheitsanzeichen" und verschwinden
Sie durch eine eintägige Aufstiegspause nicht, muss man umgehend reagieren:
Alarmzeichen (oft erst über 4500 m, manchmal aber auch schon tiefer),
die dazu zwingen, sofort (nicht erst am nächsten Tag) und in Begleitung mindestens
500 m, besser aber unter 2500 m, abzusteigen (oder besser sich nach unten bringen
zu lassen) und umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen, sind:
Hartnäckiger schwerer Kopfschmerz, hartnäckige schwere Übelkeit, hörbare Atembeschwerden
(Rasseln) ohne große Anstrengung, schwerer Husten auch ohne Auswurf, Mangeldurchblutung
der Lippen oder Fuß- und Fingerspitzen, Herzklopfen und schneller Puls, Koordinationsprobleme,
rauschähnliche Zustände, Lichtempfindlichkeit.
Dies sind alles Symptome entweder des Hirn- oder Lungen-Ödems, es besteht
Lebensgefahr! Der Kranke muss umgehend nach unten.
Als Vorbeugungsmaßnahmen sind zu
empfehlen:
In Höhen über 2500 m sollte pro Tag maximal 300-500 m, in Höhen über 3000 m maximal 250-300 m aufgestiegen werden (jeweils gerechnet von
Schlafplatz zu Schlafplatz). Während des Tages ist der Aufstieg in höhere Lagen unbedenklich, wenn am Abend die Höhe des Schlafplatzes entsprechend niedriger gewählt wird
Der Überwindung von ca. 1000 Höhenmetern sollte beim Aufstieg eine Anpassungs- und Ruhephase von 2 Tagen folgen
Den Flüssigkeitshaushalt anpassen: pro 1000 m muss man zusätzlich 1,5 l trinken, um das Blut zu verflüssigen. Kontrolle anhand von Farbe und Menge
(muss mehr als 1/2 Liter pro Tag sein) des Urins
Und sonst?
Soweit man nicht sofort nach unten muss, sollte man ruhen und den Wasserverlust ausgleichen.
Sich im Vorfeld für den Notfall über Abtransport-Möglichkeiten (Bergwacht, Militär, Polizei, Flugrettung) und wie diese erreicht werden
können, informieren.
Nicht unter Antibiotika-Therapie in solche Höhen.
Zähne vorher untersuchen lassen.
Kein Alkohol, keine starken Schlaf- und Beruhigungsmittel
Tipps für die Ausrüstung
Ausreichend Medikamente gegen bei Ihnen bekannte Krankheiten
Wundschnellversorgung, Verbandstoffe, Haftbinden zur Fixierung von Gelenken und Salbe gegen Sportverletzungen
Leichtes Schlaf- und Schmerzmittel (ASS, Vorsicht bei Blutungen)
Mineral-Tabletten zum Ausgleich des Elektrolytverlustes infolge Schwitzen
Vitamintabletten
Zur Behandlung eines evtl. Lungen-Ödems Nifedipin als Sublingualtabletten (Trekking-Arzt!)
Analeptika, um trotz Erschöpfung den Abstieg zu schaffen (keinesfalls zum Aufstieg einnehmen!)
Sauerstoffgerät zur Überbrückung der Zeit bis zum Abtransport
Aufpumpbare hyperbare Rettungskammer, mit der man einen Luft-Druck von unter 2500 m simulieren kann. Einen Abtransport nach unten ersetzt sie nicht!
Ausreichender Lichtschutz für Haut und Lippen (auch Sun-Blocker)
Nasenspray
Mittel gegen Bindehautentzündung
Blasenpflaster (z.B. Compeed) und Fußpflegemittel