Höhenanpassung
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Wichtige Hinweise
zur Höhenanpassung


Je höher in die Berge, desto "dünner" d.h. sauerstoffärmer wird die Luft. Pro 1000 Höhenmeter sinkt der Luftdruck um etwa 10%. Folge dieses Sauerstoffmangels kann bei falschem Verhalten die Höhenkrankheit sein. Der Körper reagiert zunächst mit Erhöhung von Atem-Frequenz und Ruhepuls und Vermehrung der roten Blutkörperchen. Das Blut wird dicker. Dadurch können Zirkulationsstörungen (Wärmetransport und Stoffwechsel), Ödeme und Thrombosen entstehen. Außerdem entstehen Störungen im Elektrolyt-Haushalt. Riskant wird es ab 3000 bis 4500 m, aber schon ab 2500 m werden Symptome beobachtet.
Höhenkrankheit folgt immer aus falschem Verhalten: mangelnde Akklimatisierung, zu schnelles Aufsteigen oder zu große Anstrengung. Unausgeglichener Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen bzw. große Verluste durch die trockene Luft, aber auch Alkohol, Schlafmittel und Infektionen fördern sie zusätzlich.
Der wichtigste Punkt der Therapie ist das Verlassen der Höhe (s.u.)! Interessant ist, dass das Erkrankungsrisiko nicht von der körperlichen Fitness abhängt. Und: ein früheres Gut-Zurechtkommen mit der Höhe ist keine Garantie, dass es diesmal auch wieder so ist!
Vorbeugend Medikamente (z.B. Acetazolamid oder Dexametason) zur Vermeidung der Symptome der Höhenkrankheit einzunehmen ist gefährlich, denn dann werden, von den Nebenwirkungen gar nicht zu reden, die ersten Anzeichen nicht wahrgenommen.

 Folgen der Höhenkrankheit
Die unten beschriebenen "ersten Anzeichen" sind allesamt Vorboten der "gefährlichen" Höhenkrankheit, die unbehandelt zum Tode führt. Komplikationen sind Lungenödeme, Gehirnschwellungen, Thrombosen, Kälteschäden.
Der Tod tritt sehr oft aufgrund eines Lungen- oder Hirnödems, manchmal auch einer Überlastung des Herzens durch "dickflüssiges" Blut ein. Bereits bei leichter Höhenkrankheit kann es aufgrund des Krankheitsbilds im Gehirn zu kurzen "Black-Outs" kommen. Die Folgen sind Unfälle, die je nach Schwierigkeitsgrad des Geländes auch sehr schwer sein können.

 Woran kann man sie erkennen?
"Erste Anzeichen" sind das gemeinsame Vorkommen mehrerer der folgenden Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Schwindel, schneller Puls, Husten und Atemnot, Kopfschmerz, Gesichts- oder Unterschenkel-Ödeme, Appetit- und Schlaflosigkeit bei gleichzeitigem Leistungsabfall. Auch psychisch auffälliges Verhalten kann vorkommen. Viele der Symptome werden mit Überanstrengung verwechselt.
Zeigen sich diese "ersten Krankheitsanzeichen" und verschwinden Sie durch eine eintägige Aufstiegspause nicht, muss man umgehend reagieren:
Alarmzeichen (oft erst über 4500 m, manchmal aber auch schon tiefer), die dazu zwingen, sofort (nicht erst am nächsten Tag) und in Begleitung mindestens 500 m, besser aber unter 2500 m, abzusteigen (oder besser sich nach unten bringen zu lassen) und umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen, sind:
Hartnäckiger schwerer Kopfschmerz, hartnäckige schwere Übelkeit, hörbare Atembeschwerden (Rasseln) ohne große Anstrengung, schwerer Husten auch ohne Auswurf, Mangeldurchblutung der Lippen oder Fuß- und Fingerspitzen, Herzklopfen und schneller Puls, Koordinationsprobleme, rauschähnliche Zustände, Lichtempfindlichkeit.
Dies sind alles Symptome entweder des Hirn- oder Lungen-Ödems, es besteht Lebensgefahr! Der Kranke muss umgehend nach unten.

 Als Vorbeugungsmaßnahmen sind zu empfehlen:

 Und sonst?

 Tipps für die Ausrüstung


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