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Tollwut |
Die Viruserkrankung wird durch Biss- oder Kratzwunden von infizierten
Tieren auf den Menschen übertragen. Grundsätzlich kann jedes Säugetier (vor
allem aber Hunde, Füchse und selten Fledermäuse) daran erkranken. Infizierte
Tiere zeigen häufig ungewöhnliches Verhalten: von krank wirkend über apathisch,
zutraulich bis sehr aggressiv. Manchmal haben sie einen deutlichen Speichelausfluss,
oft auch Schaum vor dem Maul. Sie sterben meist nach etwa einer Woche.
Die Zeit (Latenzzeit) zwischen Tierkontakt und Ausbruch der Krankheit kann
mehrere Wochen bis zu mehreren Monaten betragen.
Ein paar Tage nach der Infektion kommt es zu einer grippeartigen Erkrankung
mit Schmerzen in der Wunde, Reizbarkeit, Depressionen und Angstgefühlen. Nach
der Latenzzeit, in der die Viren an den Nerven entlang ins Gehirn gelangen,
bricht die Krankheit dann endgültig aus. Kopfschmerzen, Fieber, Lähmungen, Krämpfe
und Halluzinationen können vorkommen.
Für den Normal-Touristen besteht im allgemeinen keine Gefahr. Aber für Langzeit-
und Extremreisende und bestimmte Berufsgruppen, wie z.B. Jäger ist eine Impfung
zu empfehlen. Einmal erkrankt führt Tollwut immer zum Tode. Wenn also
ein Risiko besteht, sollte noch hier geimpft werden, zudem unser gut verträglicher
Impfstoff nur selten in der 3. Welt verfügbar ist. Auffrischimpfungen sind nach
einem Jahr und dann alle 5 Jahre notwendig.
Trotz Impfung kann bei Kontakt mit einem tollwutinfizierten Tier eine Auffrischung
notwendig sein, die Krankheit kann sonst trotzdem ausbrechen.
Die ersten Maßnahmen nach dem Biss