Drakunkulose
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MEDINAWURMKRANKHEIT / DRAKUNKULOSE / DRACUNCULIASIS / GUINEAWURM


siehe auch zum Thema
       CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dpd/parasites/guineaworm/default.htm
und der WHO: http://www.who.int/health_topics/dracunculiasis/en


 Erreger
Dracunculus medinensis (Medina-, Guinea- oder Drachenwurm), zu der Nematoden (Fadenwürmern) gehörend. Die Männchen erreichen nur eine Größe von max. 4 cm, während die der Weibchen 50-100 cm beträgt.

 Verbreitung
In Teilen Afrikas, im Vorderen Orient, in Vorderasien und Indien. Spitzenreiter ist Sudan. Vor allem bei Einheimischen. WHO-Zahlen 1998:
1992 1993 1994 1995 1996 1997

Benin 4315 16334 4302 2273 1427 653
Burkina Faso 11784 8281 6861 6281 3241 1898
Kamerun 127 72 30 15 17 1
Zentralafrikanische
Republik 0 0 1 18 9 5
Tschad 156 1231 640 149 127 25
Elfenbeinküste 0 8034 5061 3801 2794 1137
Indien 1081 755 371 60 9 0
Kenia 0 35 53 23 0 0
Mali 16024 12011 5581 4218 2402 1079
Mauretanien 1557 5882 5029 1762 562 289
Niger 32829 25346 18562 13821 2956 2949
Nigeria 183169 75752 39774 16374 12282 11886
Togo 8179 10349 5044 2073 1626 1231
Uganda 126369 42852 10425 4810 1455 1360
Jemen 0 0 106 82 62 7
Äthiopien 303 1120 1252 514 371 450
Ghana 33464 17918 8432 8894 4877 7883
Senegal 728 815 195 76 19 4
Sudan 2447 2984 53271 64608 118578 41104
Pakistan 23 2 0 0 0 0

TOTAL 422555 229773 164990 129852 152814 71961

 Ansteckungsmodus
Die Infektion erfolgt über Trinkwasser, das die Larven enthält, wobei die Entwicklung der Larven über kleine Wasserkrebse verläuft. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

 Krankheitsbild
Die Erreger leben im Bindegewebe, wobei die Weibchen eitrige, geschwürige Hautknoten, vor allem an den Extremitäten verursachen, aus denen sie bei einem Abkühlungsreiz durch Wasser hervortreten. Dabei können nun Larven ausschwärmen, die sich in Flohkrebsen zu infektiösen Formen weiterentwickeln. Vorübergehend können Fieber, Übelkeit, allergische Hautausschläge und andere Allgemeinsymptome auftreten.

 Diagnose
     Anhand der klinischen Erscheinungen
      Immundiagnostisch

  Prophylaxe
Filtration oder Abkochen des Wassers

 Therapie
     Die älteste Methode zur Entfernung des Parasiten stellt das Aufwickeln auf ein Holzstäbchen dar.
      Inzwischen werden zur Chemotherapie Metronidazol, Tiabendazol u.a. verwendet.


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