Ebola-Fieber WHO-Ratschl.
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Daten aus:Reise-Impfberatungsprogramm Büger DAZ-Software




Hämorrhagisches Ebola-Fieber:
Ratschläge für Reisende


Übersetzung aus den "WHO-Presse Nr. 32, 17.05.1995" von Apotheker Joachim Büger, Nürnberg.
Für Übersetzungsfehler kann nicht gehaftet werden.

siehe auch zum Thema  Extra-Beratungstext: Ebola-Fieber
 "kleines Lex.": Virus Hämorrhagische Fieber
 "kleines Lex.": Ebola-Maridi-Fieber


Bei der Flut der weltweiten Medien-Berichterstattung, hat der gegenwärtige Ausbruch des hämorrhagischen Ebola-Fiebers im Südwesten Zaires Fragen über die Sicherheit der Reisenden aufgeworfen. Aufgrund der
Unwahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit hämorrhagischem Ebola-Fieber aus dem Land ausreisen könnte, empfiehlt die WHO nicht, dass irgendwelche speziellen Maßnahmen eingesetzt werden müssen mit Rücksicht auf den Flugverkehr oder den allgemeinen Reiseverkehr aus Zaire.

Eine sehr geringe Zahl von Einzelpersonen (hauptsächlich Gesundheitshelfer und Journalisten) wird in ihr Heimatland zurückkehren, nachdem sie in bewusstem Kontakt mit Ebola-Patienten in Zaire standen. Solange diese Passagiere nicht offensichtlich krank sind, werden keine
Reisebeschränkungen gefordert, aber diesen Personen wird angeraten, die Gesundheits-/Quarantäne-Behörden ihres Ziellandes über die Geschichte ihres Ausgesetztseins sowie über ihre eventuellen Kontakte mit der Krankheit während der Inkubationszeit zu informieren. Falls sie in diesem Zeitraum krank werden, sollten sie sofort Hilfe in Anspruch nehmen und die Gesundheits-/Quarantäne-Behörden über diese Tatsache informieren.

Anderen Passagieren, die Zaire verlassen, wird angeraten, sofort einen Arzt zu informieren, falls sich innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen ab der Abreise eine Krankheit entwickelt. Insbesondere sollte jedes Fieber sofort gemeldet werden, und der Arzt darüber in Kenntnis gesetzt werden, dass der Patient aus Zaire ausgereist ist. Die Inkubationszeit für hämorrhagisches Ebola-Fieber beträgt bis zu 21 Tage.

Personen mit Ebola werden nur dann für andere ansteckend, wenn sie extrem krank sind und schon im hämorrhagischen Stadium sind (bluten). Es ist höchst unwahrscheinlich, dass solche Personen einen internationalen Flug nehmen würden und ebenso unwahrscheinlich ist es, dass es ihnen erlaubt werden würde an Bord zu gehen, wenn sie dies dennoch versuchen sollten. Falls diese Personen sich dennoch an Bord befinden sollten, würden sie eine Gefahr für die Crew sowie alle Passagiere darstellen, die direkten Kontakt mit dem Blut des Patienten haben. Diese Passagiere sollten soweit wie möglich von anderen Passagieren und der Crew entfernt gesetzt werden. Die Flugzeugbesatzung sollte routinemäßig die Bodenbesatzung ihres Zielflughafens informieren, falls sie schwerkranke Passagiere an Bord hat. Gesundheits- und Quarantänebehörden sollten die Isolierung dieser Patienten arrangieren, um die anfänglichen Untersuchungen für Ebola vorzunehmen.

Passagiere und Crew-Mitglieder, die engeren und längeren Kontakt mit dem Patienten hatten (z.B. Passagiere, die auf einem angrenzenden Platz sitzen, aber nicht über den Gang oder davor oder dahinter, solange kein besonderer Kontakt vorkam sowie die umsorgenden Crew-Mitglieder) sollten über die Gefahr informiert werden und bei Ankunft unter Überwachung (z.B. aktiven Kontakt, der telefonisch oder persönlich unterhalten wird) gestellt werden. Andere Personen im Flugzeug sollten ebenfalls über die Gefahr informiert werden und es sollte ihnen mitgeteilt werden, dass sie einen Arzt aufsuchen müssen, wenn sie krank werden sollten.

(Weitere Informationen erhalten Sie von Thomson Prentece Tel. (4122) 791 3221, Philippe Stroot, Tel. (4122) 791 2535 oder Valery Abramov (4122) 791 2543, Gesundheitskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, WHO, Genf. Fax Nr. (4122) 791 4858.


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