FSME
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ZECKENBISSENZEPHALITIS / FSME / CEE

Vgl. auch
 Internet-Infos des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/F_LINKS.HTM&1
 Internet-Infos der DTG: www.tropmed.dtg.org/impfen/fsme.htm
 International Scientific Working Group On Tick-Borne-Encephalitis:http://www.tbe-info.com/
 Deutsches Auswärtiges Amt: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/fsme_html

siehe auch zum Thema  STIKO: FSME
  Erreger
FSME-Virus (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis). Synonym: CEE-Virus (Central-European-Encephalitis).

 Verbreitung
Ost- und Mitteleuropa, besonders in Süddeutschland (Württemberg, Bayern), Skandinavien, Österreich und der CSSR. Verwandte Viren kommen im Ostteil Sibiriens, VR China, in Großbritannien, in Kanada und den USA vor. Hauptinfektionszeit: von Mai bis Juli und im Oktober.

 Ansteckungsmodus
Übertragung erfolgt durch den Biss der Zecke Ixodes ricinus. Obwohl zwar nur jede 50. - 100. Zecke auch Virusträger ist, das Risiko für den von einer Zecke gebissenen also relativ gering scheint, muss das Risiko einer FSME jedoch wegen ihrer möglichen Dauerschäden und evtl. Todesfolge ernstgenommen werden. Virusreservoir sind kleine Nagetiere, Rehe und weidende Haustiere. Eine Infektion ist jedoch auch durch den Genuss infizierter Milch (z.B. Ziegenmilch) und durch Inhalation infektiösen Materials, z.B. in Laboratorien möglich.

 Inkubationszeit
3-14 Tage. Immunität nach überstandener Infektion wahrscheinlich lebenslang.

 Krankheitsbild
Zu Beginn grippeähnliches Krankheitsbild: Kopfschmerzen, Fieber, gastrointestinale Beschwerden, später können nach einem beschwerdefreien Intervall von ca. 1 Woche unter erneutem Fieber
Meningitis (bes. bei Personen <40 Jahren), Meningoenzephalitis (bei über 40jährigen) oder Meningoenzephalomyelitis auftreten, Lähmungserscheinungen besonders nach dem 60. Lebensjahr.
Todesfälle sind möglich.

 Diagnose
  Erregernachweis (aufwendig und für das Laborpersonal risikoreich, weshalb dieser nicht sehr verbreitet ist): Durch Tierversuch und Serologie.
  Antikörpernachweis im Blut

 Therapie
Unspezifische Behandlung wie bei anderen Enzephalitiden auch.

 Beratung
Auch auf die Lyme-Borreliose hinweisen, oft fühlt man sich durch die Impfung gegen FSME zu Unrecht gegen diese Krankheit geschützt.

  Prophylaxe
  Impfprophylaxe mit formalininaktivierter Vakzine: 2malig im Abstand von 4-12 Wochen sowie eine 3. Impfung nach 9-12 Monaten.
  Passive Immunisierung mit FSME-Immunglobulin: gilt heute nicht mehr als wisenschaftlich vertretbar. Außerdem ist die Herstellung des Immunglobulins eingestellt worden. Früher wurde es sowohl prophylaktisch als auch bis 48 Stunden bzw. 2-4 Tage nach Zeckenbiss in unterschiedlicher Dosis angewandt.
  Allgemeinmaßnahmen wie Schutzkleidung und Repellentien.

Zecken-Vorsorge zusammen gefasst

  Am besten Zeckengebiete ganz meiden
  Hautbedeckende Kleidung: lange Hosen, Strümpfe (ggf. über die Hosen gezogen) und geschlossene Schuhe, langärmelige Oberkleidung.
  Auftragen von Repellents (muss häufiger als gegen Mosquitos wiederholt werden).
  Nach Aufenthalt in Zecken-Regionen den Körper nach Zecken sorgfältig (manche Zecken sind so klein, dass sie mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind) absuchen. Bevorzugt sind alle Körperfalten, insbesondere der Schritt, die Kniekehlen, die Achselhöhlen, der Nacken und Haaransatz
  Zecken möglichst sofort (z.B. mit einer Zecken-Zange) entfernen.
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