Hakenwurm
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HAKENWURMBEFALL/ANKYLOSTOMIASIS/NEKATORIASIS


Vgl. auch Internet-Infos des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dpd/parasites/hookworm/default.htm

 Erreger
     Abcylostoma duodenale (Haken- oder Grubenwurm)
     Necator americanus (Todeswurm) Tierische Hakenwurmarten (Ancylostoma braziliense und A. caninum) von Hund und Katze siehe Hautmaulwurf

 Verbreitung
In allen feuchtwarmen Regionen wie den Tropen und Subtropen: U.a. Südeuropa, Afrika, Asien, südliche USA, Zentral- und Südamerika. Die Anzahl der Infizierten wird auf 1 Mrd. geschätzt.

 Ansteckungsmodus
Die Eier werden mit dem Stuhl ausgeschieden und entwickeln sich auf dem Erdboden zu Larven, die sich in unverletzte und unbedeckte Haut (bes. Füße) bohren (selten Infektion durch kontaminierte Nahrungsmittel). Über das Blut erreichen sie die Lunge, von wo aus sie über die Bronchien zum Pharynx gelangen, geschluckt werden und so letztlich im Dünndarm festgesaugt zu geschlechtsreifen Würmern (Größe etwa 1cm) heranwachsen. Als Ernährung dient den Würmern Blut aus der Darmwand.

 Inkubationszeit
5-6 Wochen nach Infektion treten erste Eier im Stuhl auf begleitet von gastrointestinalen Störungen.
Anämie nach Wochen bis Monaten.

  Prophylaxe
Hygiene und festes Schuhwerk in Endemie-Gebieten. Kontrolle und Behandlung von Gastarbeitern aus dem Süden und feuchtwarmen Ländern.

 Krankheitsbild
Hautsymptome durch das Eindringen der Larven in die Haut: Juckreiz, Rötung, makulopapulöse Veränderungen. Später Hustenreiz und Halsschmerzen; Eosinophilie. Bei starkem Befall Darmveränderungen: Blutiger Durchfall, Appetitmangel, Nausea, Blähungen und Bauchschmerzen. Durch Blutverluste Eisenmangel, Gewichtsverlust und durch Albuminaustritt hervorgerufene Ödeme (bes. bei schlecht ernährten Kindern und Schwangeren).

 Diagnose
      Erregernachweis durch Mikroskopie (Eier im frisch abgesetzten (!) Stuhl), Kultur und Serologie.

 Therapie
      unspezifisch: Anämiebehandlung, notfalls Bluttransfusion.
      spezifisch: Mebendazol (Mittel der Wahl), Bephenium, Thiabendazol, Phenylendiisothiocyanat.

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