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Vgl. auch Internet-Infos:
des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/hanta/hantvrus.htm
des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/HANTA/HANTA.HTM&1
Es handelt sich um eine Gruppe ähnlicher Erkrankungen die durch verschiedene Viren aus der
Hanta-Gattung (Fam. Bunyaviridae) verursacht werden. Die Viren werden nach dem klinischen Bild zu den VHF-Viren gerechnet. Ursprünglich benannt nach dem Hantaan-Fluß in Korea, wo die dortige Form der Erkrankung relativ häufig und schwerwiegend
ist.
Serotyp |
Verbreitungsräume |
Haupt-Überträger |
Verursachte Erkrankung |
Bemerkungen |
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Hantaan (HTN) |
Korea und weiteres Südostasien, östliches Russland, Südeuropa |
Brandmaus (Apodemus agrarius) |
Koreanisches hämorrhagisches Fieber, schwerer verlaufend |
|
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Dobrava-Belgrade (DOB) |
Balkanländer |
Gelbhalsmaus (Apodemus flavicollis) |
relativ oft gutartiges HFRS |
|
|
Puumala (PUU) |
Zentral-, Nord- und Westeuropa, Asien |
Rötelmaus (Clethrionomys glareolus) |
Leicht verlaufende europäische Form: NE, HFRS |
z.B. in Finnland 1.000 Fälle jährlich |
|
Seoul (SEO) |
Russland, Südosteuropa, China, Japan und Korea |
Wanderratte (Rattus norvegicus) |
Epidemisches hämorrhagisches Fieber |
In China und Korea allein mehrere 100.000 Fälle/Jahr |
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Sin Nombre (SN) |
Amerika |
Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) |
HPS |
erstmals Anfang der 90er-Jahre in den USA beschrieben |
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New York (NY) |
Amerika |
Weissfussmaus (Peromyscus leucopus) |
HPS |
Relativ selten |
|
Black Creek Canal (BCC) |
Amerika |
Baumwollratte (Sigmodon hispidus) |
HPS |
Relativ selten |
|
Bayou (BAY) |
Amerika |
Wasserratte (Oligoryzomys palustris) |
HPS |
Relativ selten |
|
Andes (AND) |
Südamerika |
Reisratte (Oligoryzomys longicaudatus) |
HPS |
|
Geographische Verbreitung
Siehe Tabelle, wahrscheinlich ist aber eine weltweite Verbreitung.
Infektionsquelle
Überträger sind Nagetiere (Mäuse und Ratten), die das Virus über Ausscheidungen und Speichel verbreiten.
Epidemien meist
dann, wenn sich die Nagerpopulation aufgrund klimatischer Umstände stark vermehrt.
Ansteckungsgefahr
Übertragung aerogen, also durch Einatmen des erregerhaltigen Staubs, manchmal auch oral durch verunreinigte Nahrung.
Krankheitsbild
Leichter Verlauf (vor allem europäische
Form) In 30% der Fälle symptomlos. Selten Hämorrhagien. Beginn mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen. Gefolgt von Lumbalgien und kolikartigen Bauchschmerzen. Gelegentlich Verschlechterung der Nierenfunktion bis zu Niereninsuffizienz (evt. mit
Oligurie)
Schwerer Verlauf (vor allem fernöstliche Form) geht bis zu Nierenversagen und Tod (Letalität in China und Korea ca. 7%): Schneller
Temperaturanstieg mit Schüttelfrost, schwerem Krankheitsgefühl, Blutungen gefolgt von einer schweren Hypotonie mit Gefahr von Schock. Dann die oligurische Phase mit schweren Hämorrhagien und Hämaturie.
Prophylaxe
Impfung ist nicht vorhanden. Nagetiere müssten bekämpft werden. Von Ausscheidungen verunreinigte Gegenstände desinfizieren.
Kontakt
mit Ausscheidungen vermeiden, z.B. beim Aufräumen von Kellern oder Garagen sollte ein Mund- und Nasenschutz getragen werden, Böden vor dem Kehren leicht befeuchten.
Therapie
Spezifisch nicht möglich.
Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes symptomatische Behandlung.