Japan B Encephalitis
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Japan B Encephalitis (Allgemeines siehe -> Meningitiden)

Auch: Japanische Encephalitis (JE)

zum Thema siehe auch  EXTRA-BERATUNGSTEXT (LAIENTEXT) Japan-Encephalitis
     JAPAN B Encephalitis-Weltkarte: http://www.bueger.de/prima/maps/je.htm  
 Internet-Infos der DTG: www.tropmed.dtg.org\impfen\jap_enc.htm
 des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dvbid/jencephalitis/index.htm
 der WHO: http://www.who.int/health_topics/encephalitis_viruses_japanese/en
 und des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/encephalitis_html

Historisch: Japaner haben die Krankheit im 2. Weltkrieg in alle besetzten Länder eingeschleppt.
Die Krankheit breitet sich nach Westen aus, es sind auch schon erste Fälle aus Pakistan bekannt. Überträger sind vor allem Culex- und gelegentlich Aedes-Arten.
Nur jeder 200ste Infizierte erkrankt. Die Letalität dieser Erkrankten liegt aber bei 10 bis etwa 30%, außerdem gibt es zusätzlich 30% Komplikationen. Nur etwa ein Drittel übersteht die ausgebrochene Krankheit also ohne Schaden!
Die Impfung gewährt auch einen niedrigen Schutz gegen Dengue-Fieber und ist in vielen Ländern Südostasiens eine Standard-Impfung!
Die Impfung gegen die Krankheit gehört nicht in einen Standard-Impfplan. Für Langzeitreisende in Gebiete mit Reis-Anbau und Schweinezucht bzw. Vorkommen von Wasservögeln sollte sie aber (vor allem bei älteren Reisenden) erwogen werden.
Hier in Deutschland wird es stärker geimpft, seit eine Gruppe von Tropeninstituten gemeinsam den Impfstoff der Firma Biken aus Japan importiert und verimpft.
In Ost-Asien (VR China, Korea und Japan) relativ zur Bevölkerung selten, weil dort regelmäßig geimpft wird, in Südostasien ist die Verbreitung und Häufigkeit im Ansteigen.

Bei der Empfehlung der Impfung sollte bedacht werden:
 Von Touristen sind in den letzten Jahrzehnten nur wenige Krankheits-Fälle dokumentiert.
 Der Impfstoff ist hier nicht zugelassen, ein Entschädigungsanspruch für den Geimpften bei Impfschäden nach §51 Bundesseuchengesetz entfällt.
 Nach neueren Untersuchungen aus München sind die Nebenwirkungen (generalisiertes Exanthem) doch beachtlich.

 Verbreitung
Arbo-Virose in einigen ländlichen Gebieten Südostasiens (hauptsächlich in VR China, Nordindien, Nordthailand und Myanmar) und im Westpazifik in der Sommermonsunzeit von Juni bis November. Gebiete sind agrarisch (Reiseanbau und Schweinehaltung) und werden von normalen Touristen rel. selten besucht. Weltweit von der WHO geschätzt ca. 50.000 Erkrankungen pro Jahr, vor einigen Jahren ging man noch von 20.000 aus.

 Endemie-Gebiete
Sri Lanka, Indien(!), Nepal, VR China, Korea, Kambodscha, Laos, Myanmar, Philippinen, Vietnam und Nord-Thailand(!).

 Ansteckungsmodus
Überträger sind Stechmücken (Culex- und teilweise Aedesarten) in ländlichen Gebieten, die in der Nacht aktiv sind.
Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Personen.

 Prophylaxe
In Deutschland nicht zugelassener Tot-Impfstoff (formol-inaktiviertes Virus) zur aktiven Immunisierung aus Japan. Zweimalige Injektion (je 1ml s.c.) mit 8-14 Tagen Abstand zueinander. Effektiveren Schutz bietet eine dreimalige Impfung (vgl. Insektenschutz und Bekämpfung der Moskitos.

 Krankheitsbild
4-14 Tage nach der Infektion hohes Fieber begleitet von starken Kopfschmerzen, Erbrechen, evtl. sogar Verwirrtheit, Lähmungserscheinungen und Bewusstlosigkeit. Eine Infektion kann sowohl zu schweren Hirn- und Hirnhautentzündungen als auch zu Dauerschäden führen. Todesfälle treten bei bis zu 25% der Infektionen ein. Letalität bei Kindern 20%, bei älteren Erwachsenen 50%.
Die Viren werden nach dem klinischen Bild zu den VEE-Viren gerechnet.


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