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Vgl. auch Internet-Infos des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/LE_LINKS.HTM&1
des CDC:
http://www.cdc.gov/ncidod/dbmd/diseaseinfo/legionellosis_g.htm
und des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/legionellose_html
Erreger
Legionella pneumophila, Bakterien, die in einzelligen Wasserorganismen wie Amöben oder Pantoffeltierchen leben.
Verbreitung
Weltweit (Erstbeschreibung erfolgte 1976), wobei Männer 3x häufiger befallen werden als Frauen; bevorzugt bei chronischer Bronchitis,
Diabetes mellitus und immunsuppressiver Therapie oder Erkrankungen. Die Letalität der Epidemien liegt bei bis zu 20%; Häufung der Fälle in den Sommermonaten. Ausbrüche in Hotels und Kliniken.
In Deutschland nach Schätzungen des
Berliner Robert Koch-Instituts jährlich 6.000 bis 10.000 Erkrankungen.
Verbreitung
Keine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch. Die Infektion erfolgt durch Inhalation keimhaltiger Tröpfchen, über kontaminierte
Klimaanlagen mit Wassersystemen und Wasserleitungen. Reservoirs sind große Wasserbehälter, Schwimmbäder, Klimaanlagen und Warmwasserleitungen größerer Gebäude. Ideal sind 25° bis 55° Celsius.
Geringes Infektionsrisiko!
Inkubationszeit
2-10 Tage
Immunität
Antikörper-Spiegel werden über Jahre hinweg gefunden.
Prophylaxe
Eliminierung der Legionellen z. B. durch Chlorierung und Erhöhung der Wassertemperatur auf 60°C.
Krankheitsbild
Das PONTIAC-FIEBER ist die ohne Pneumonie und klinisch leicht verlaufende (influenzaähnlich) Legionellose-Form und heilt meist innerhalb weniger Tage von selbst vollständig aus.
Das klinische Bild der LEGIONÄRSKRANKHEIT bzw. LEGIONELLENPNEUMONIE reicht von leichtem Fieber bis zum septischen Schock und
verläuft in etwa 15 Prozent der Fälle tödlich. Zumeist sind die Symptome hohes Fieber, Durchfall und Lungenentzündung. Typisch ist plötzliches Fieber von >40°C (in
50% aller Fälle) und Schüttelfrost (75%), wobei das Fieber nur schlecht mit Antipyretika zu therapieren ist; relative Bradykardie. Weitere Symptome: Myalgien, Kopfschmerzen, Diarrhöe, trockener Husten, Pneumonie und Pleuritis. Personen mit
kardiopulmonalen Grundleiden und allg. Abwehrschwäche sind besonders gefährdet.
Unter welchen Umständen PONTIAC-FIEBER oder LEGIONÄRSKRANKHEIT auftritt, ist bisher nicht bekannt.
Diagnose
Erregernachweis durch Kultur und
Tierversuch
Antikörpernachweis
Therapie
Unspez.: Unterstützend; Kortikoide und andere
immunsuppressive Therapien sollten abgesetzt werden.
Spez.: Erythromycin ist das Mittel der Wahl.