Leptospirose
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LEPTOSPIROSE


Vgl. auch Internet-Infos 
CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_lepto.htm
Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Leptospirose

 Erreger
Bakterien der Gattung Leptospira; fadenförmig gewundene Spirochäten. 20 Serogruppen mit etwa 180 Serotypen sind bekannt. Die wichtigsten sind L. icterohaemorrhagiae, L. pomona, L. canicola, L. grippotyphora und L. autumnalis.

 Verbreitung
Weltweit; bes. häufig bei schlechten hygienischen Verhältnissen.

 Inkubationszeit
3-30 Tage (durchschnittlich 10-12 Tage)

 Immunität
Typenspezifisch lebenslänglich, jedoch ist eine Zweiterkrankung durch anderen Erregertyp möglich.

 Ansteckungsmodus
Ausbrüche oft nach heftigen Regenfällen! Direkter und indirekter Kontakt mit Kot oder Urin (verschmutztes Wasser, Staub, feuchte Erde) von infizierten Tieren (Ratten und Mäuse). Eintrittsstellen sind Hautabschürfungen, Schleimhäute des Ösophagus und Nasenpharynx oder das Auge. Leptospiren bleiben im Wasser und feuchtem Milieu lange lebensfähig.
Risikogruppen: Tierpfleger, Bauern, Land- und Kanalarbeiter sowie Laborpersonal.
Risikoverhalten: Baden in verschmutztem Wasser.

 Krankheitsbild
Keine Entzündungszeichen an der Eintritsspforte. Die Erreger gelangen über das Blut in alle Körperteile und das zentrale Nervensystem. Eigentlich ist die Leptospirose eine generalisierte Vaskulitis. Es werden besonders die Endothelzellen der Kapillaren geschädigt, so dass es zu einer erhöhten Permeabilität, hämorrhagischer Diathese und gestörter Sauerstoff-Versorgung des Gewebes kommt.
Klinisch werden 2 Typen unterschieden:
     Anikterische Leptospirose mit milderem Verlauf
     Ikterische L. (Morbus Weil)
Zu Beginn treten hohes Fieber mit Schüttelfrösten, teils schweren Kopfschmerzen und Myalgien auf (= Septikämisches Stadium, 3-7 Tage).
Anschließend folgt das Immunstadium (4-30 Tage), in dem bei der
1. anikterischen L. eine milde, aseptische Meningitis auftritt, während beim
2. Morbus Weil schwere Funktionsstörungen von Leber und Nieren, Hämorrhagien, kardiovaskuläre Symptome und Bewusstseinsstörungen auftreten.

 Diagnose
      Erregernachweis durch Dunkelfeld-Mikroskopie, Kultur und Tierversuch (aus Blut, Urin, Liquor (bei Meningitis), Obduktionsmaterial und verdächtigem Erdbodenwasser).
      Antikörpernachweis

 Therapie
      Unspez.: Symptomatisch
      Spez.: Ampicillin hochdosiert als i.v. Dauertropfinfusion über mehrere Tage. Nach Besserungsbeginn weitere Behandlung mit oralen Darreichungsformen.
Bei früher Behandlung: Tetracycline (auch Doxycyclin), Penicillin

 


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