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Vgl. auch Internet-Infos Polio-Weltkarte: http://www.bueger.de/prima/maps/polio.htm
DTG: www.tropmed.dtg.org/impfen/polio.htm
RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/P_LINKS.HTM&1
CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_polio.htm
WHO: http://www.who.int/health_topics/poliomyelitis/en/
siehe auch zum Thema
STIKO: Poliomyelitis
Polio (IPV)
Erreger
RNS-haltige Enteroviren
Verbreitung
Weltweit fast ausgerottet, das Ziel der WHO ist die endgültige Ausrottung (Eradikationsprogramm) bis 2005 mit Hilfe großer Impfkampagnen.
Trotzdem sollte bei der Reise-Impfberatung immer noch die Polio berücksichtigt werden, damit evtl. Impflücken geschlossen werden.
Länder mit hoher Transmission sind: Indien (ca. 60% der weltweiten Fälle!!), Pakistan, Afghanistan,
Nigeria und Niger, solche mit geringer Transmission Somalia, Sudan, Äthiopien, Angola und Ägypten.
Ansteckungsmodus
Übertragung erfolgt durch fäkale/orale Schmutz- und Schmierinfektionen, wobei der Intestinaltrakt die Eintrittspforte für den
Erreger darstellt. Selten kann auch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch die Infektionsquelle sein, jedoch nur für die kurze Zeitspanne, in der sich Viren im Nasen- und Rachen-Raumsekret aufhalten.
Inkubationszeit
5-14 (-35) Tage
Immunität
Lebenslang nach einer Erkrankung GEGEN DEN der 3 Virustypen, der die Infektion verursachte.
Prophylaxe
Standardmäßig Immunisierung mit inaktiviertem Impfstoff nach
Salk
Impfprophylaxe nur ausnahmsweise mit abgeschwächtem Lebendimpfstoff. Seniorenreisen - oder
Kindern mit Meningitis, Epilepsie oder anderen cerebralen Schäden).
Passive Immunisierung bei Personen mit
Kontraindikationen mit humanem Standardimmunglobulin in den ersten 5 Tagen nach Exposition.
Krankheitsbild
Initialstadium (1-2 Tage): Grippeähnlicher Verlauf mit Kopf- und Gliederschmerzen, Rachensymptomen, Fieber etc. Manchmal auch Auftreten von Störungen des Gastro-Intestinaltrakts, da sich die Viren im Darm vermehren.
Fieber- und Symptomfreier Intervall (1-9 Tage)
Über den Darm können Viren ins Blut und
in das Nervensystem gelangen. Hauptphase mit zentralnervösen Symptomen, die sich entweder in einer aseptischen Meningitis oder in Lähmungserscheinungen durch Befall der motorischen
Endneurone äußert. Das Risiko, an solchen Lähmungen zu erkranken ist bei Kindern (trotz Name "Kinderlähmung"!) am geringsten, am höchsten bei jungen Erwachsenen. Es
kann zwischen der
spinalen Poliomyelitis mit schlaffen Lähmungen der Muskulatur (bes. der Beine,
seltener der Arme etc.) und der
bulbären Form mit hauptsächlich Atemstörungen unterschieden werden.
Diagnose
Erregernachweis durch Kultur und Serologie (aus Rachenabstrich und evtl.
Liquor, Stuhl oder Rektalabstrichen bis zu 4 Wochen nach Krankheitsbeginn und aus Blut).
Antikörper-Nachweis im Blut
Therapie
Unspez. (Symptomatisch) Bettruhe, bei beginnenden Lähmungen oder
sonstigen Komplikationen Intensivpflege.
Spez.: Kausale Behandlung noch nicht möglich, jedoch existiert der Versuch mit humanen Standardimmunglobulinen i.v.
Sachinformationen
Die Lebendimpfung wäre wirksamer als die Tot-Impfung nach Salk. Wegen der Gefahr einer Vakzineassoziierten paralytischen Polio (VAPP) wird
aber heute die Totimpfung (IPV) empfohlen,
Details siehe: STIKO: Poliomyelitis - IPV statt OPV.
Eine durchgemachte Polio-Erkrankung führt NICHT zu einem Schutz gegen alle DREI Virus-Typen, man erkrankt ja nur immer an einem Virustyp! Dieser Personenkreis muss also trotzdem vor Tropenurlauben geimpft werden.
Sachinformationen zur alten OPV-Impfung
Für die alte orale Lebend-Impfung galt: - In den Fällen, in denen keine Lebend-Impfung durchgeführt werden sollte (s.u.), konnte nach einer doppelten Vorimpfung mit Salk-(Tot)-Impfstoff ein kompletter (3-maliger) Impfzyklus mit trivalenten Lebend-Impfstoff durchgeführt werden.
Durch die Vorimpfung sank das Risiko von Komplikationen.
- Wahrscheinlich genügt eine einmalige
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