Rift-Valley-Fieber
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Rift-Valley-Fieber, RVF

Vgl. auch Internet-Infos des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dvrd/spb/mnpages/dispages/rvf.htm

Durch das Rifttal-Fieber-Virus ein Phlebovirus, Fam. Bunyaviridae (RNA) übertragene Arbovirose von Hauswiederkäuern, die auf Menschen überspringen kann.
Die Viren werden nach dem klinischen Bild zu den VHF-Viren gerechnet.


Verbreitung
Epidemien vor allem nach ausgiebigen Regenfällen. Afrika (Ägypten im Niltal), Sudan, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Marokko, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Elfenbeinküste, Nigeria, Kamerun, Niger, Tschad, Zentralafrikanische Republik, Äthiopien, Zaire, Uganda, Ruanda, Burundi, Kenia, Tansania, Malawi, Sambia, Angola, Namibia, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Madagaskar, Südafrika (Osten), Lesotho, Swasiland.

Infektionsweg
Vektor: Verschiedene Mückenspezies, insbesondere Aedes- und Culex-Arten Wird unter den Mücken transovariell übertragen: die infizierten Eier von Aedes-Spezies sind jahrelang im Erdreich überlebensfähig. Durch ausgiebige Regenfälle schlüpfen die Mücken. Es kommt dann zu Epidemien vor allem als Zoonosen von Haus-Wiederkäuern, aber auch immer wieder epidemisches Überspringen auf Menschen. Übertragung selten auch durch hochinfektiöse kontaminierte Aerosole (infizierte Schlachttiere) möglich.

Krankheitsbild
Überwiegend als unspezifische fiebrige Erkrankung mit plötzlichem Beginn. Meist in Kombination mit Kopf- und Gliederschmerzen. Manchmal auch Nasenbluten, Retinopathie und Lichtempfindlichkeit. 3-5 Tage nach Beginn des Fiebers erkranken ca. 1% der Patienten an einer fulminanten Hepatitis, häufig mit letalem Ausgang. Ca. 1-2 Wochen nach Abklingen der febrilen Phase kann es selten zum Auftreten einer meist letalen Enzephalitis kommen. Des weiteren tritt bei ca. 1% der Patienten 2-3 Wochen nach Fieberabfall eine akute Retinitis auf, die zur völligen Erblindung führen kann.

Inkubationszeit
2-7 Tage

Prophylaxe
Der übliche Insektenschutz Inaktivierte subcutane Schutzimpfung nach dem Schema 0,28,180 kann theoretisch aus USA oder Südafrika importiert werden (nur für landwirtschaftliche Arbeiter und exponiertes Laborpersonal). Schutzimpfung der Tiere

Therapie
Symptomatisch. Das Virustatikum Ribavirin, Zidovudin, Interferon und Hyperimmunglobuline sind versucht worden.


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