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Vgl. auch Internet-Infos Typhus-Weltkarte: http://www.bueger.de/prima/maps/typhus.htm
der DTG: www.tropmed.dtg.org/impfen/typhus.htm
des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/TY_LINKS.HTM&1
des CDC:
http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_typhus.htm
http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_typhoid.htm
der WHO: http://www.who.int/health_topics/typhoid_fever/en
und des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/typhus_html
STIKO: Typhus
Erreger
(Entero-Bakterien) Salmonella typhi
Verbreitung
Eine der weltweit vorkommenden Salmonelleninfektionen, vom Hygienestandard
abhängig. Risiko am höchsten in Zentral- und Nord-Afrika, in Süd-Amerika, auf dem indischen Subkontinent und im Mittleren Osten.
Ansteckungsmodus
Übertragung erfolgt durch orale Aufnahme der Erreger: Als Infektionsquelle kommen durch Fäkalien (auch von symptomlosen Dauerausscheidern)
kontaminierte Nahrungsmittel und Trinkwasser in Betracht.
Selten Übertragung auch durch Schmierinfektion.
Immunität
Nach überstandener Infektion entsteht keine dauerhafte Immunität!
Sachinformationen
Typhus wird relativ selten nach Mitteleuropa eingeschleppt (jährlich in Deutschland etwa 250 offizielle Fälle mit Verdacht auf eine weit
höhere Dunkelziffer bei Erkrankungen mit mildem Verlauf). Die Impfung wird in Deutschland von den Tropeninstituten breit empfohlen, weil die Impfstoffe ausgezeichnet verträglich
sind. Häufig ist der Verlauf relativ harmlos, häufig kommt es auch unter Antibiotika-Therapie zu Dauerausscheidern, die die Erreger über ihren Stuhl verbreiten. Im englischen Sprachgebrauch heißt Typhus "typhoid fever", der englische
"typhus" ist im Deutschen "Epidemisches Fleckfieber".
Inkubationszeit
ca. 2 Wochen
Prophylaxe
Aktive Immunisierung mit oralem Lebendimpfstoff: Bei kontinuierlicher
Exposition sollte nach 12 Monaten (es wird aber eine Schutzwirkung von mindestens 2 Jahren diskutiert!) eine Auffrisch-Impfung durchgeführt werden. Neben Typhoral L ist auch Vivotiv Berna im Handel.
Die neue aktive parenterale Immunisierung (Typhim Vi) wirkt u.U. etwas länger und hat keine zeitlichen Interaktionen mit anderen Impfungen oder Malaria-Prophylaxen. Schutzwirkung ist mit 3 Jahren länger.
Krankheitsbild
Septische Allgemeinerkrankung mit anfangs hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl, evtl. Bradykardie und Leber-Milzschwellung. Später
"melonenfarbige" Diarrhoe und Komplikationen wie Kreislaufversagen, Darmblutung, Perforation, Bauchfell-Entzündung etc. Bei Komplikationen kann es zu tödlichem Verlauf
kommen!
Komplikationen bei Senioren häufiger!
Diagnose
Erregernachweis durch Mikroskopie, Kultur und Serologie (aus Blut, Stuhl, Urin
etc.).
Antikörpernachweis
Therapie
Unspez.: Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlustes,
Glukokortikosteroide, kalorienreiche Kost.
Spez.: Chlaramphenicol oder bei Kontraindikationen Ampicillin, Amoxycillin oder Trimethoprim/Sulfamethoxazol.
Häufig treten Stämme auf, die gegen Antibiotika multiresistent sind!