West-Nile-Fieber
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West-Nile-fever / West-Nil-Fieber

Benannt nach der Region West-Nil in Uganda, wo das Fieber 1937 zum ersten Mal entdeckt wurde.

Vgl. auch Internet-Infos
     CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dvbid/westnile/index.htm 
     CDC: http://diseasemaps.usgs.gov/
     RKI: http://www.rki.de/cln_011/nn_527010/DE/Content/InfAZ/W/WestNilFieber/West-Nil-Fieber.html__nnn=true 
     Kanadadisches Gesunheitsamt: http://www.phac-aspc.gc.ca/tmp-pmv/info/wnv_e.html

Erreger
Flavivirus (RNA-Virus, Familie Togaviridae), verwandt mit dem St. Louis Encephalitis Virus (SLEV)

Verbreitung
Afrika, Südfrankreich, Süditalien, Rumänien, Russland, Indien, Indonesien, Mittlerer Osten (Israel und Ägypten), seit kurzem auch auf dem amerikanischen Kontinent (USA, Süden Kanadas und Karibikraum).
Schnelle Ausbreitung vor allem durch Zugvögel, die das Virus über große Strecken übertragen.

Saisonale Häufung
Sommer (Moskito-Saison)

Ansteckungsmodus
Übertragung durch Stechmücken (Moskitos: ca. 50 versch. Culex-Arten, daneben auch Zecken). Inkubationszeit ca 1-12 (meistens 3-6) Tage. Reservoir sind vor allem Vögel.

Krankheitsbild
Nur sehr wenige erkranken, bei nur einem von 325 Virusträgern bricht die Erkrankung aus. Serokonversions-Raten von 40 bis 70% in Afrika (Ägypten, Sudan) beweisen eine starke Verbreitung der Viren dort. Schwerere Verläufe fast nur bei älteren Personen (hier auch Todesfälle), die evtl. zusätzlich unter Bluthochdruck leiden oder immungeschwächten Personen, selten bei Kindern.
Das Spektrum der Symptome reicht von Fieber (schneller Anstieg auf 38,5-40°C), Lymphadenopathie, Kopf- und Augenschmerzen bis zu Komplikationen wie Meningitis, Enzephalitis, Meningoenzephalitis, Myokarditis und Koma. In den USA wurden 2002 auch Polio ähnliche Lähmungen entdeckt. In der Regel endet die Krankheit aber selbstlimitierend nach 3-5 Tagen.
Am 2.-5. Krankheitstag tritt bei ca. 50% der Patienten ein blasser Ausschlag (Exanthem) auf.

Diagnose
Virusnachweis im akuten Stadium aus dem Blut durch
     Überimpfen auf Zellkulturen oder
     durch Detektion von viraler RNA mittels PCR
Serologie NT, HHT, KBR, ELISA, IF
Nachweis von spezifischem IgM bzw. Titeranstieg von spezifischem IgG

Prophylaxe
Ein Impfstoff befindet sich in Entwicklung, er wurde bereits erfolgreich an Mäusen getestet, er soll ca. 2005 auf den Markt kommen.
Große Hoffnung wird in die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern gesetzt, die post-expositionell angewandt werden können. 
Expositionsprophylaxe (die Überträger-Moskitos sind tag- und nachtaktiv, die meisten sind aber nachtaktiv) und Mückenbekämpfung.

Therapie
Symptomatisch, pflegerische Maßnahmen (z.B. Bettruhe). 


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