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Abdominal-Typhus - 08.07.2004 Fünf lokal erworbene Erkrankungen im Raum Leipzig, die - wahrscheinlich gemeinsame - Infektionsquelle ist noch nicht bekannt.
Brucellose - 22.09.2008 Auf einem Hof in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern wurden Schweine laborbestätigt und daraufhin entsprechend geschlachtet. Es wurde Brucella suis_biovar 2
bestätigt, der für Menschen unter gewissen Umständen pathogen ist. Brucella suis_biovar 2 ist – wie schon Untersuchungen in den Jahren zuvor gezeigt hatten – präsent in Wildschweinen und Hasen, über die grundsätzlich die wahrscheinlichste
Erkrankungsmöglichkeit besteht. Bislang wurden im Jahr 2008 landesweit fünf Ausbrüche bei Tieren gemeldet, hauptsächlich in Mecklenburg-Vorpommern. Deutschland ist offiziell Brucellose-frei in Rindern, Schafen und Ziegen.
E. Coli (EHEC) - 04.11.2002 In Bayern vermehrt Infektionen mit Enterohämorrhagischen Escherichia Coli (EHEC)-Bakterien bei Kindern, die Streichelzoos besuchten. Mach dem Berühren von Rindern, Ziegen, Schafen, Damwild etc. sollten sofort die Hände gründlich gewaschen
werden.
FSME (Tick-borne encephalitis) - 27.06.2008 Im Jahr 2007 sanken die Erkrankungszahlen, landesweit wurden 236 Fälle gemeldet. Als Risikogebiete werden Bayern und Baden-Württemberg
angesehen, sowie neuerdings auch Hessen und Thüringen, ein schmales Risikogebiet auch in Rheinland-Pfalz. Zwischen 1994 und 2007 wurden 55 Einzelfälle aus Gebieten gemeldet, die zuvor nicht als Risikogebiete angesehen wurden, wie etwa Sachsen,
Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Im Jahr 2006 noch im Vergleich zum Vorjahr Anstieg der Erkrankungszahlen. Insgesamt wurden 546 Fälle gemeldet (2006: 432 Fälle), davon infizierten sich 511 in Deutschland. Betroffen waren die bekannten Endemiegebiete, hauptsächlich Baden-Württemberg mit
etwa der Hälfte aller Fälle, gefolgt von Bayern (etwa 30 Prozent) und Hessen (etwa 10 Prozent).
FSME (Tick-borne encephalitis) - 13.06.2009 Erkrankungsgefahr besteht hauptsächlich im Süden des Landes. Als Risikogebiete gelten insbesondere Bayern und Baden-Württemberg, sowie Hessen, Thüringen und
Rheinland-Pfalz. Zu einigen isolierten Fällen kam es außerdem in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Zwischen 2002 und 2008 wurden insgesamt 1.917 Fälle gemeldet (jährlich zwischen 238 und 546 Erkrankungen).
Hanta-Virus-Infektionen - Jährlich sich saisonal wiederholend Diese Hintergrund-Information ist nicht offen zugänglich, Sie erhalten Sie in unseren Partner-Apotheken.
Hanta-Virus-Infektionen - 26.06.2007 Seit Jahresbeginn um das sieben-fache erhöhte Erkrankungszahlen: bis Anfang Juni 526 laborbestätigte Erkrankungen, während es in den Vergleichszeiträumen 2001 bis 2006 durchschnittlich nur 71 Fälle waren (die wenigsten mit 17 in 2006, die
meisten mit 171 in 2005, insgesamt wurden zwischen 2001 und 2006 1.319 Fälle gemeldet, knapp die Hälfte in Baden-Württemberg).
Hauptsächlich betroffen ist Baden-Württemberg (405 Erkrankungen, hauptsächlich in und um die Schwäbische Alb, wo die Krankheit endemisch ist), ferner Bayern (66, hauptsächlich betroffen ist Unterfranken, ferner Niederbayern und der westliche Teil
Schwabens), Nordrhein-Westfalen (30), Niedersachsen (16), Hessen (3). Je ein Fall in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.
Influenza - Jährlich sich saisonal wiederholend Diese Hintergrund-Information ist nicht offen zugänglich, Sie erhalten Sie in unseren Partner-Apotheken.
Masern - Jährlich sich saisonal wiederholend Diese Hintergrund-Information ist nicht offen zugänglich, Sie erhalten Sie in unseren Partner-Apotheken. (aktuell
keine Saison)
Masern - 17.04.2008 Aktuelle Meldung:
- Aktueller Ausbruch mit 53 Erkrankungen, hauptsächlich in Bayern, mindestens drei auch in Baden-Württemberg. Bei den meisten wird eine Einschleppung im Rahmen des aktuellen Ausbruchs in Österreich vermutet. Der Großteil der Erkrankten war nicht
geimpft.
- Bereits zuvor steigende Zahlen in Baden-Württemberg, in den ersten sieben Wochen des Jahres 2008 wurden 16 Fälle gemeldet (gegenüber nur drei im Vergleichszeitraum 2007). Auch hier infizierte sich vermutlich ein Teil davon über die Schweiz, in der
ebenfalls ein Ausbruch herrscht. Die Betroffenen waren ebenfalls nicht geimpft. Betroffen ist unter anderem Karlsruhe, Breisgau, Aargau und Lörrach.
Zurückliegende Meldungen:
- Mai 2007: Derzeit wieder erhöhte Erkrankungszahlen, der Höhepunkt soll noch nicht erreicht sein. Im gesamten Land nach Zeitungsberichten bis Anfang Mai 2007 insgesamt 263 Erkrankungen. Hauptsächlich betroffen ist Nordrhein-Westfalen mit ca. 120 Fällen
(40 Neuerkrankungen innerhalb nur einer Woche), gefolgt von Bayern mit 90 Erkrankungen. Auch, aber weniger betroffen sind Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
Hintergrund:
- Die Erkrankungszahlen sind in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2004 wurden bundesweit 122 Erkrankungen gemeldet, 2005 ist die Zahl auf 781 gestiegen, 2006 waren es gar 2.307 (1.700 davon in NRW) Erkrankungen.
Nur etwa dreiviertel aller Kinder sind vollständig gegen Masern geimpft. Offizielle überlegen, eine Impf-Pflicht für Kinder einzuführen.
Meningokokken Meningitis - 31.03.2006 Wie meist in der Übergangszeit Winter Frühjahr häufen sich die Meldungen:
- Allein in Köln im März vier Erkrankte durch unterschiedliche Erreger-Typen, der letzte Ende des Monats.
- Auch Ende März Meldungen über Erkrankungen (auch Tote) und Verdachtsfälle in Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis), Upgant-Schott (Kreis Aurich), Langerwehe bei Eschweiler im Kreis Düren - im Kreis Düren 2006 schon einige Erkrankungen, auch 2005 mit elf
ungewöhnlich viele Erkrankte - und Bickenbach (Kreis Darmstadt-Dieburg).
- Im März weitere Meldungen aus Alsdorf (Kreis Aachen) und Geretsried (Kreis Bad Tölz).
- Ein weiterer Fall Mitte März in Kitzingen bei einem US-Armee-Angehörigen. Davor 3 Todesfälle unter US-Soldaten und Zivil-Bediensteten in nur sechs Tagen Anfang Februar in Trier (aus der Spangdahlem Air Base), Schweinfurt und Würzburg
(Kitzingen).
Noroviren - 21.01.2007 Steigende Fallzahlen in ganz Bayern. Im Januar 2007 pro Woche ca. 400-500 Neuerkrankungen. Im Jahr 2006 wurden insgesamt 7.012 Erkrankungen
gemeldet, während es im Jahr 2005 nur 4.828 waren.
Pilzvergiftung - 25.09.2006 Angesichts der weit verbreiteten Wald- und Wiesenpilze besteht die Gefahr von saisonalen Vergiftungen, die immer wieder vorkommen.
Q fever - 04.06.2003 Ausbruch in Bad Sassendorf (Westfalen bei Soest) mit ca. 150 Erkrankten ab Anfang Mai nach dem Besuch einer Bauern-Marktes. Aktuell kaum noch Neuerkrankungen.
Syphilis - 05.10.2004 Schon seit mehreren Jahren erhebliche Zunahme der Syphilis-Meldungen, 2003 wiederum Anstieg um 20% auf 2.932 Fälle. 90% davon sind (vorwiegend homosexuelle)
Männer.
Betroffen sind vor allem die Großstädte, so liegt die Inzidenz in Berlin bei 18,1, in Hamburg bei 12 (pro 100.000 Einwohner).
Tollwut, fox - 15.04.2005 Steigende Tollwut-Zahlen unter Füchsen in Hessen, Einzelfälle auch in den angrenzenden Gebieten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, evtl. auch
Bayern.
Trichinellosis - 21.11.2008 Aktuelle Meldung:
- Erneutes Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern bei einer Schlachterei von Schweinen. Ausbreitung vermutlich durch Nagetiere aus dem Westen von Polen, wo die Würmer weit verbreitet sind.
Zurück liegende Meldung:
- Zwischen Dezember 2005 und März 2006 in Mecklenburg-Vorpommern, Ostdeutschland, 17 Fälle. Ursache vermutlich infiziertes Schweinefleisch.
Hintergrund:
- Trichinellosis ist selten in Deutschland, 2004 nur 5 Fälle, 2005 kein Fall, sowie ein Ausbruch 2006 und einer in 2007. Seit Jahrzehnten kein Vorkommen mehr bei Haustieren
Tularämie - 14.02.2008 Aktuelle Meldung:
- Im späten Sommer 2007 erkrankten in Baden-Württemberg drei Mitglieder einer Familie infolge eines Kontakts mit einem toten Hasen.
Im Jahr 2007 erkrankten insgesamt 19 Personen, elf davon in Baden-Württemberg.
Hintergrund und Zurückliegendes:
- Tularämie ist sehr selten in Deutschland. 2005 erkrankten 15 Menschen, 2006 erkrankten zehn Teilnehmer einer Jagd Ende Oktober in Griesheim in der Nähe von Darmstadt. Zwischen 2002 und 2004 wurden jährlich durchschnittlich zwischen einem und fünf Fälle
gemeldet.